Radsportgrössen wie Stefan Bissegger sind dieses Jahr am Punkterennen mit dabei. (Bild: ZVG Vivi Züricrit)
Was vor 2018 als reines Fixed-Gear-Rennen in der Zürcher Agglomeration seinen Anfang nahm, ist nun fixer Programmpunkt im Schweizer Radsportkalender. Der rasante Rundkurs wird am 17. August bereits zum fünften Mal im Herzen von Zürich aufgebaut und verspricht noch mehr Tempo und Spektakel.
Punktefahren für Profis
Neben der schon fast traditionellen Fixed-Gear-Kategorie messen sich auch dieses Jahr wieder Rennvelofahrerinnen in der Road-Kategorie. Diese Neuerung hat bereits in den letzten Jahren professionelle Fahrer ins Starterfeld gelockt. Unter ihnen Radprofi Stefan Bissegger. Er ist auch dieses Jahr wieder mit am Start, zusammen mit bekannten Namen wie dem deutschen Sprinter John Degenkolb.
Kommenden Samstag werden diese Profi-Fahrer erstmals in separaten Punkte-Rennen antreten. Diese finden nach den Amateur-Formaten ab 17:30 Uhr statt und versprechen pulsierende Atmosphäre.
Kriterium besonders Zuschauerfreundlich
Alle anderen Rennformate für Road- und Fixed-Gear-Bikes bleiben weiterhin für Amateurinnen und Hobbyfahrer offen. Für radsportbegeisterte Familien lockt insbesondere der Kids-Ride um 17 Uhr, bei welchem Kinder auf der offiziellen Rennstrecke in die Pedale treten können.
Nicht nur für Fahrerinnen, sondern auch für Fans bietet der Kultanlass ein atemberaubendes Erlebnis. Durch die kurvige Strecke, die einen Zuschauerbereich in ihrem Innern umgibt, können die Athleten im Gegensatz zu einem Strassenrennen während ihrer ganzen Fahrt verfolgt und angefeuert werden.
Weiter gefeiert wird nach den Rennen in der Musikwerkstatt Galotti nahe der Rennstrecke.
Ob Zulieferer, Hersteller, Distributoren oder Fachhändler: Die vergangenen zweieinhalb Jahre haben die Nerven und die Motivation vieler Akteure der Velobranche arg strapaziert. Umso willkommener sind gute Nachrichten.
Die Mitte Februar veröffentlichten Zahlen des japanischen Komponenten-Anbieters Shimano zum Geschäftsjahr 2024 können durchaus als Lichtblick gelten. Nach dem Rekordjahr 2022 und einer markanten Abnahme im Jahr 2023 konnte der Rückgang beim Umsatz klar reduziert werden. Am Ende lag der Umsatz des Gesamtkonzerns mit JPY 451 Milliarden (Fr. 2,67 Milliarden) um knapp fünf Prozent unter der Vorgabe des Vorjahres.
Die Trendwende schaffte Shimano schon ab der Jahreshälfte. Für 2025 wird wieder ein Wachstum von etwa 5 Prozent erwartet. (Grafik: ZVG)
Reingewinn von Shimano steigt gegenüber Vorjahr deutlich
Somit liegt der Umsatz zwar klar unter dem Rekordergebnis von 2022, aber um 24 Prozent über dem Ergebnis von 2019 als dem letzten Jahr vor der Pandemie.
Das Geschäft mit Velo-Komponenten spielte im Jahr 2024 einen Umsatz von JPY 345 Milliarden (Fr. 2,04 Milliarden) ein, gut fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Dabei gilt es zu beachten, dass das Minus zum Vorjahr nach den ersten drei Quartalen noch 12 Prozent betragen hatte. Mit anderen Worten: Shimano wirtschaftete ab der Jahresmitte deutlich besser.
Während der Betriebsgewinn nochmals zurückging, legte der Reingewinn um ein Viertel zu.
China hui, Taiwan und Europa pfui! So sah es aus Sicht von Shimano im Jahr 2024 aus. (Grafik: ZVG)
Europa lahmt, China boomt
Lohnend ist ein Blick auf die wichtigsten Märkte für die Velokomponenten von Shimano: Der in Europa generierte Umsatz nahm um 20,7 Prozent ab und derjenige in Taiwan gar um 31,3 Prozent. Dagegen konnte Shimano den Umsatz in China gegenüber 2023 um 58,5 Prozent steigern.
Für 2025 erwartet Shimano weiteren Abwärtsdruck auf die Wirtschaft und begründet dies mit zu erwartenden Preissteigerungen für Rohstoffe, Störungen der Lieferketten und Richtungswechseln in der Politik als Folge von Wahlen im Kalenderjahr 2024. Die Rückkehr des Protektionismus, Schutzzölle und Handelskonflikte lassen grüssen.