Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
08.08.2023
Zwischen den E-Bike-Marken Stromer und Opium ist ein Patentrechtsstreit entbrannt. Letztere hat darum die Montage des Hinterrads überarbeitet. Der Verkauf der «Opium» Speedpedelecs im EU-Raum sollte wieder möglich sein.
Laurens van Rooijen,
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(lvr@cyclinfo.ch)
News,
08.08.2023
Die schnellen E-Bikes von Opium stossen nicht nur in der Schweiz, sondern auch in den Beneluxländern auf Interesse. (Foto: ZVG)
Am Freitag der Eurobike wurden alle Ausstellungs- und Testvelos von Opium beschlagnahmt. Der Grund für diese Massnahme war eine von der My Stromer AG als Firma hinter den «Stromer» E-Bikes erwirkte, superprovisorische Verfügung beim EU-Patengericht wegen angeblicher Patentverletzung.
Das Patent von Stromer betrifft die Art der Montage des Nabenmotors per Steckachse direkt in einem Gewinde am hinteren Ausfallende. Vor dem Bundespatentgericht in St. Gallen fand Stromer kurz darauf mit dem gleichen Antrag aber kein Gehör.
Die neu konstruierte Aufnahme der Steckachse soll nicht nur Patentstreitigkeiten vermeiden helfen, sondern auch ein präziseres Drehmoment-Signal liefern. (Bild: ZVG)
Das Beschreiten des regulären Rechtswegs in der Schweiz dürfte mindestens acht Monate in Anspruch nehmen.
Dies gibt «Opium»-Hersteller Revolt Zycling eine Gelegenheit, den Vorwurf der Patentverletzung seitens Stromer zu entkräften. Die Zürcher bestreiten jeden Patentverstoss und sehen sich im Recht.
Dennoch wurde hinter den Kulissen intensiv an einer Lösung gearbeitet, die dem Patentrechtsverfahren den Wind aus den Segeln nimmt und zudem weitere Vorteile bietet. Dabei ist man nun einen grossen Schritt weitergekommen.
Revolt-Zycling-CEO George Merachtsakis hat mit der Marke Opium Grosses vor und plant 2024 Messeauftritte an der Velofollies in Belgien und an der Eurobike. (Foto: Laurens van Rooijen)
Revolt-Zycling-CEO George Merachtsakis erklärt dazu: «Wir haben die Überarbeitung des Opium-Rahmens dazu genutzt, um die Drehmomentabstützung zu verbessern». Das Ergebnis sei ein genaueres und stabileres Drehmomentsignal, was sich positiv auf das Fahrgefühl auswirke, führt Merachtsakis gegenüber Velojournal weiter aus.
«Die neue Konstruktion stellt sicher, dass wir ab sofort auch wieder die Länder Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande beliefern können.»
George Merachtsakis
«Zugleich konnten wir die Montage des Hinterrades vereinfachen», sagt der Revolt-Zycling-CEO. Und ergänzt: «Die neue Konstruktion stellt ausserdem sicher, dass wir ab sofort auch wieder die Länder Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande mit unseren Opium-Bikes beliefern können.»

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