Die besten Velomechaniker kommen für einmal nicht aus der Schweiz

Zweiradmechaniker aus acht Ländern haben sich im westfälischen Münster zum 15. Europacup der Zweiradberufe getroffen. Für einmal schwang die erfolgsverwöhnte Schweizer Delegation nicht oben auf.

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Laurens van Rooijen, Fabian Baumann
News, 26.02.2024

Der diesjährige Europacup wurde vom Zweirad-Handwerk Bundesinnungsverband (BIV) zusammen mit dem Handwerkskammer Bildungszentrum Münster (HBZ) im westfälischen Münster organisiert.

Insgesamt traten dreissig junge Berufsleute, allesamt Männer aus acht Ländern in den Fachrichtungen Motorradtechnik und Fahrradtechnik zum Wettkampf an. Ausser den Gastgebern und der Schweiz waren Dänemark, Frankreich, die Niederlande, Österreich, Polen und Tschechien mit von der Partie.

Dabei mussten die Kandidaten je sechs praktische Werkstattaufgaben lösen und bekamen dafür 45 Minuten Zeit eingeräumt. Aufgrund der Resultate der vergangenen Jahre war die Schweizer Delegation mit hohen Erwartungen angereist.

Schweizer Velomechaniker waren gefordert

Neben Routineaufgaben wie dem Bau eines Laufrades standen auch das Nachrüsten einer elektronischen Shimano-«Di2»-Schaltung und die Wartung des Differenzialgetriebes eines dreirädrigen Spezialvelos auf dem Programm. Dabei bekamen es die jungen Schweizer Berufsleute dieses Mal mit harter Konkurrenz zu tun.

Im Bereich Fahrradtechnik setzte sich Steffen Hanel aus Deutschland vor Olivér Péter (Emmenbrücke, Lehrbetrieb Velo Muff AG, Luzern) durch. Mit Matthias Pointner auf Rang 3 schaffte zum ersten Mal ein österreichischer Teilnehmer den Sprung aufs Europacup-Podest. Nando Koller (Moosleerau, Lehrbetrieb Weishaupt Cycles, Zofingen) wurde guter Fünfter.

«Die Qualität ist deutlich gestiegen»

2rad Schweiz-Geschäftsführer Daniel Schärer zieht gegenüber Velojournal folgendes Fazit: «Dank der regelmässigen Vergleiche im Rahmen des Europacups rückt das Teilnehmerfeld in der Arbeitsqualität nach und nach zusammen. Die Qualität ist seit den ersten Vergleichen vor 15 Jahren international deutlich gestiegen. Diese erfreuliche Entwicklung ist eines der Hauptziele des Europacups».

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