News,
12.09.2022
Das kostenlose Angebot «Friends on Bikes» des Vereins Solinetz richtet sich an erwachsene Personen, die das Velofahren erlernen möchten. Die wöchentlichen Kurse sind gefragt.
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12.09.2022
Eine Studie belegt, dass ein grosser Velobestand nicht automatisch bedeutet, dass die Fahrräder auch tatsächlich genutzt werden. In der Schweiz werden nicht einmal fünf Prozent der täglichen Fahrten mit dem Rad zurückgelegt.
Um dieses Potenzial besser auszuschöpfen, appelliert das Forschungsteam an die globale und lokale Velokultur. Zu einer solchen gehört auch das Berücksichtigen unterschiedlicher Bedürfnisse und Ausgangslagen. Entgegen der Denkweise vieler, die in der Schweiz aufgewachsen sind, gibt es hierzulande viele Erwachsene, die das Velofahren nie erlernt haben.
Hier setzt «Friends on Bikes» an. Das Angebot stammt von Solinetz, einem im Kanton Zürich stark in der Flüchtlingshilfe engagierten Verein.
Das Projektteam veranstaltet jeden Sonntag von März bis November einen Praxiskurs für Velointeressierte, die bisher keinen Zugang zum Velofahren gefunden haben – und muss im Moment eine Warteliste führen. Die Niederschwelligkeit des Angebots hat eine grosse Resonanz, die Anzahl Teilnehmender wächst stetig.
Ein spezifisches Ziel sei es, geflüchtete Menschen zu unterstützen, damit sie sich mit dem Velo sicher und unabhängig im Strassenverkehr bewegen können, wie das Projektteam auf der Website schreibt. Die Kurse seien aber offen für alle – «eine Gelegenheit zum Austausch und zur Integration.»
Die Community «Friends on bikes» wächst – insbesondere die Anzahl Teilnehmenden. (Bild: Bernhard Krauss)
Das offene Training findet im GZ-Bachwiesen in Zürich statt und entspricht auch in seinem inhaltlichen Aufbau dem Zeitgeist: Es gibt keinen fixen Turnus, der Einstieg ist jederzeit möglich.
Die Kurse setzen insbesondere in der Anfangsphase auf eine Eins-zu-eins-Betreuung. Dabei lernen die Teilnehmenden zuerst das sichere Fahren abseits des Strassenverkehrs.
Fühlen sie sich sicher genug, werden Standardsituationen wie Linksabbiegen oder Spurwechsel direkt auf der Strasse geübt. Als letzten Schritt bis zur autonomen Mobilität werden die Teilnehmenden mit eigenen Velos ausgestattet.
Dafür ist das Solinetz auf Spenden angewiesen. Auch Helfende, die sporadisch oder regelmässig einen Einsatz leisten, sind sehr willkommen, wie das Projektteam gegenüber Velojournal betont.

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