SBB soll Velotransport fördern

Der Bundesrat soll die SBB dazu verpflichten, die Kombination von Veloverkehr und Bahnverkehr aktiv zu fördern. SP-Politikerin Gabriela Suter hat im Nationalrat eine entsprechende Motion eingereicht

Fabian Baumann, Redaktor

Fabian Baumann, Redaktor (fabian.baumann@velojournal.ch)
22.09.2020

Der Velotransport im Zug ist in der Schweiz kein leichtes Unterfangen. Plätze für den Selbstverlad von Fahrrädern sind rar. Und das besonders während der Sommermonate, wenn viele Reisende unterwegs sind. Die SBB haben bereits vor einigen Jahren auf Kapazitätsengpässe reagiert: Aber nicht mit einem Ausbau des Velotransportangebots, sondern mit der Einführung einer Reservierungspflicht für den Veloselbstverlad. Sie gilt während des Sommerhalbjahrs in den ICN-Neigezügen und durch den Gotthard-Basistunnel.

«Während in anderen Ländern der Fahrradselbstverlad mit speziellen Velowagen gefördert wird, hat die SBB die Transportkapazität für Fahrräder in den letzten Jahren sukzessive verkleinert», sagt Gabriela Suter. Die Politikerin will die SBB darum in die Pflicht nehmen. Der Bahnbetreiber soll die Kombination Veloverkehr und Bahnverkehr aktiv fördern. Eine entsprechende Motion hat die SP-Nationalrätin am 21. September eingereicht.

Velos würden nicht nur im Alltag, sondern in hohem Masse auch in der Freizeit und im Tourismus für Tages- und Ferienreisen genutzt, begründet Suter ihren Vorstoss. Wie zentral die Kombination Fahrrad und Zug sei, habe sich diesen Sommer deutlich gezeigt. Es seien fast doppelt so viele Velotageskarten verkauft worden wie im Vorjahr, weiss sie zu berichten.

Als Nächstes wird der Nationalrat über Gabriela Suters Motion zu befinden haben. Danach geht das Geschäft in den Ständerat. Nur wenn beide Räte der Motion zustimmen, muss der Bundesrat aktiv werden.

Foto: Beat Schweizer, SBB CFF FFS