Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
08.02.2024
Das belgische Start-up Rein4ced und der deutsche Anlagenbauer Dieffenbacher wollen Velorahmen aus Carbon nachhaltiger machen. Ihre Lösung: ein thermoplastischer Carbon-Verbundwerkstoff.
Laurens van Rooijen,
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(lvr@cyclinfo.ch)
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08.02.2024
Die zwei Unternehmen Dieffenbacher und Rein4ced wollen herkömmlichen Carbonrahmen solche aus thermoplastischen Verbundwerkstoffen entgegensetzen. (Foto: ZVG)
Das belgische Start-up Rein4ced will die Nachhaltigkeit und Fertigungseffizienz von Velorahmen aus thermoplastischen Verbundstoffen verbessern.
Durch die Zusammenarbeit mit dem deutschen Anlagenbauer Dieffenbacher soll nun die Grossserienproduktion von hochmodernen, thermoplastischen Carbon-Velorahmen vorangetrieben werden.
Die Zukunft sehen die zwei Unternehmen nicht nur in nachhaltigeren Fahrradrahmen, sondern auch in einem Wandel hin zu umweltbewussten Herstellungsverfahren von Verbundwerkstoffen. Die aktuell kommerziell erhältlichen Carbonrahmen halten die Kooperationspartner für nicht nachhaltig genug.
Das belgische Start-up Rein4ced gilt als Pionier bei der Automatisierung der Fertigung von Carbonrahmen für Velos und beliefert bereits die Marken Ghost und Kellys. (Foto: ZVG)
Diese Bedenken gründen auf der zentralen Rolle nicht recycelbarer Duroplastharze, die in Asien hergestellt werden und lange Logistikketten zu den wichtigsten Märkten in Europa und den USA erfordern.
Hier will Rein4ced durch die Einführung von thermoplastischen Verbundwerkstoffen als Alternative ansetzen. Im Gegensatz zu ihren duroplastischen Gegenstücken können thermoplastische Verbundwerkstoffe effizient und effektiv wiederverwertet werden.
Um der schwachen Schlagfestigkeit von herkömmlichen Carbonrahmen entgegenzuwirken, hat Rein4ced ein hybrides Material mit der Bezeichnung «Feather» eingeführt, das ein unerwartetes Brechen nach einem Aufprall verhindern soll.
Rein4ced verspricht sich von thermoplastischen Verbundwerkstoffen mehr Nachhaltigkeit und ein besseres Bruchverhalten des Materials. (Foto: ZVG)
Durch die Verstärkung mit dünnen Stahlfasern weisen die «Feather»-Rahmen ein metallähnliches Strukturverhalten auf. Nach einem Aufprall bleiben die robusten und dennoch leichten Rahmen intakt und weisen eine sichtbare Delle auf, sodass ein abrupter Bruch unwahrscheinlich ist, heisst es bei Rein4ced.
Neben einem verbesserten Verbundwerkstoff hat das Unternehmen auch das Produktionsverfahren erneuert. Die Produktion mit thermoplastischen UD-Verbundbändern bietet Möglichkeiten zur Automatisierung. Hier kommt das Unternehmen Dieffenbacher ins Spiel. Die beiden Firmen arbeiten zusammen, um eine thermoplastische Produktionslinie in Belgien zu entwickeln und zu bauen.

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