Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
News,
Kultur,
27.05.2025
Der Bike Lovers Contest prämiert als Wettbewerb der Rahmenbauer innovative Handwerkskunst. An der Cycle Week wurden von Hand gebaute Velos gefeiert und mit Preisen ausgezeichnet.
Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
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27.05.2025
Es gibt Velos, die in Serienfertigung hergestellt werden und damit so zu sagen «von der Stange» kommen. Und dann gibt es Fahrräder, die als Einzelstücke individuell gebaut werden. Genau solche Modelle zeichnet der Bike Lovers Contest aus. Der Wettbewerb der Rahmenbauer fand im Rahmen der Cycle Week zum 16. Mal statt.
Der diesjährige Wettbewerb stand unter dem Motto «back to the future». Die Veranstalter haben laut Ausschreibung von Hand gebaute Velos gesucht, vor denen «alle Betrachtenden geblendet und staunend davor stehen bleiben». Zugelassen waren Velos, welche die Vergangenheit (back) und die Zukunft (future) miteinander in Einklang bringen. Zehn Projekte traten zum Wettbewerb in Zürich an.
Zur Tradition des Bike Lovers Contest gehört es, dass es am Ende Sieger in verschiedenen Kategorien gibt: Neben dem Jurypreis wurden ein Publikumspreis, ein «Creators Choice» (Favorit der Teilnehmenden) und ein «Livetime Iconic»-Award vergeben.
Robert, Kilian und Luca von Lean Cycles konnten mit ihrem Enduro-Bike «P1» die Jury überzeugen. Das Bike wurde laut der Jury konsequent anhand analytischer Methoden entwickelt und designt. So entstand ein Velo, das auf nachhaltige Materialien, Wiederverwertbarkeit und 3-D-Druck setzt.
Erik Močnik aus Slowenien sicherte sich mit seinem «Mountainbike» die Gunst des Cycle-Week-Publikums. Das Rad hat einen Rahmen aus verleimtem Nussbaumholz, der in Močniks Betrieb Annum Bicycles in Handarbeit gefertigt wird.
Die anwesenden Rahmenbauer kürten Stefan Süess’ Monster-Gravelbike «Divide» zu ihrem Favoriten. Das Titan-Velo erinnere an frühe Rennräder, die einst auf Schotter und unbefestigten Wegen gefahren worden sein. «Zugleich verweist es mit modernen Werkstoffen in die Zukunft.»
Laut den Veranstaltern gab Francis Glatz mit seinem Downhill-Bike «Atz» den Anstoss zum Wettbewerbsmotto. Gatz habe bereits Anfang der 90er-Jahre «die krassesten Downhill-Stühle gebaut, die je existiert haben». Für sein Werk wurde er darum mit dem «Lifetime Iconic»-Award geehrt.

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