Gravel-Premiere bei Schweiz Mobil

Von Crans-Montana bis Schaffhausen: Schweiz Mobil erweitert das Routennetz und bringt frischen Schwung in die Velosaison. Im Fokus stehen erstmals Gravel-Touren und inklusive Angebote für alle.

Aline Kuenzler, Autorin (aline.kuenzler@velojournal.ch)
News, 23.04.2026

Pünktlich zum Start der Sommersaison baut Schweiz Mobil das Angebot aus und ergänzt das bestehende Netz um 23 neue Routen. Neben klassischen Veloland-Strecken umfasst die Erweiterung auch neue Mountainbike-Angebote, barrierefreie Strecken sowie erstmals Routen, die speziell für Gravelbikes konzipiert wurden. Damit reagiert die Organisation auf aktuelle Trends im Velotourismus und spricht gezielt unterschiedliche Nutzergruppen an: von Genussradlern, über Menschen mit Behinderung bis zu sportlich ambitionierten Bikerinnen.

Vorbei an Burgen und Schlössern

Zu den wichtigsten Neuerungen zählen zwei zusätzliche Veloland-Routen, die sowohl landschaftlich als auch kulturell unterschiedliche Regionen erschliessen. Die Burgen-Route Domleschg (Route 502) ist als rund 24 Kilometer lange Rundtour konzipiert und weist etwa 400 Höhenmeter im Auf- und Abstieg auf. Ausgangspunkt ist Thusis, von wo aus die Strecke durch das Domleschg führt. Eine Region, die für ihre aussergewöhnlich hohe Dichte an Burgen und Schlössern bekannt ist. Entlang der Route wechseln sich historische Bauwerke mit Obstgärten, Wiesen und Wäldern ab. Immer wieder eröffnen sich weite Ausblicke auf die umliegende Bergwelt, darunter die Heinzenbergkette und das Beverinmassiv. Die Strecke bleibt technisch einfach und eignet sich dadurch gut für Freizeitfahrerinnen und -fahrer und Personen mit E-Bikes, während die moderate Topografie ein entspanntes, aber abwechslungsreiches Fahrerlebnis ermöglicht.

Rundtour mit Panoramablick

Die zweite neue Veloland-Strecke ist die Reiat-Route (Route 754), eine etwa 30 Kilometer lange Rundtour mit rund 500 Höhenmetern. Sie startet und endet in Schaffhausen und führt durch die sanfte Hügellandschaft des Reiats im Norden der Schweiz. Mit einem hohen Asphaltanteil und wenigen Naturabschnitten ist sie besonders gut zugänglich. Charakteristisch für diese Route sind die weiten Panoramablicke, die bei klarer Sicht von den Alpen bis zu den markanten Vulkankegeln der deutschen Hegauregion reichen. Unterwegs passiert die Strecke typische Schweizer Dörfer mit historischen Ortskernen und Fachwerkhäusern sowie naturnahe Abschnitte entlang des Flüsschens Biber. Trotz der überschaubaren Distanz sorgen die stetigen Auf- und Abfahrten für eine gewisse sportliche Komponente, ohne die Route technisch anspruchsvoll zu machen.

Gravel-Premiere in Crans-Montana

Eine besondere Neuerung im Angebot von Schweiz Mobil ist die Einführung von Gravelbike-Routen. Diese erstmals integrierten Strecken kombinieren Asphalt, Schotter und teilweise einfache Trails und richten sich an eine schnell wachsende Zielgruppe. Den Auftakt bilden zwei Routen in der Region Crans-Montana im Wallis. Die «Aminona Gravel» (Route 177) erstreckt sich über rund 24 Kilometer und umfasst etwa 900 Höhenmeter. Sie verbindet asphaltierte Passagen mit längeren Schotterabschnitten und kurzen Singletrails. Die Strecke führt von Crans-Montana aus durch Wälder, über Alpstrassen und an typischen Walliser Maiensässen vorbei. Besonders prägend sind die Ausblicke ins Rhonetal und auf die umliegende Bergwelt, während die Höhenlage und die abwechslungsreiche Streckenführung einen sportlichen Charakter unterstreichen.

Ergänzt wird das Angebot durch die «Miriouges Gravel» (Route 178), eine kürzere Rundtour von etwa 15 Kilometern mit rund 460 Höhenmetern. Auch hier wechseln sich asphaltierte Abschnitte mit Naturwegen ab, allerdings ohne technische Singletrails. Die Route verbindet mehrere Seen, Wälder und typische Walliser Dörfer und bietet eine Mischung aus landschaftlichem Genuss und moderater sportlicher Herausforderung. Regelmässige Ausblicke auf das Rhonetal sowie die Nähe zu Gewässern mit Bademöglichkeiten machen sie besonders attraktiv für abwechslungsreiche Tagesausflüge.

Trailspass und Routen für alle

Neben den Veloland- und Gravel-Angeboten erweitert Schweiz Mobil auch das Mountainbike-Netz um insgesamt neun neue Routen, darunter eine regionale und acht lokale Strecken. Diese sind geografisch breit verteilt und ergänzen das bestehende Angebot um zusätzliche Varianten für unterschiedliche Fahrniveaus. Von «Heidiland Bike» hoch über dem Walensee bis zum Bettmerhorn bei Mörel und dem Tessiner Ort Gordola am Lago Maggiore finden Familien aber auch Bike-Nerds Trailspass.
 

Ein weiterer Schwerpunkt der Erweiterung liegt auf der Zugänglichkeit. Neue hindernisfreie Routen wie der Rottenweg zwischen Oberwald und Reckingen, der Prätschli-Carmennahütte-Weg in Arosa oder der Goldach-Rorschach-Weg wurden gezielt für Rollstuhlfahrende, Handbikes sowie Familien mit kleinen Kindern konzipiert. Diese Strecken zeichnen sich durch eine besonders einfache Befahrbarkeit und angepasste Infrastruktur aus und sollen das Naturerlebnis für ein breiteres Publikum ermöglichen.

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