Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
21.10.2024
Selle Royal will den Öko-Fussabdruck reduzieren. Mit der «Stracciatella»-Technologie verkündet der Sattelhersteller, bei der Nachhaltigkeit und der Kreislaufwirtschaft einen Schritt vorwärtsgekommen zu sein.
Laurens van Rooijen,
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(lvr@cyclinfo.ch)
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21.10.2024
Stracciatella gehört zu den bekanntesten Glacé-Sorten Italiens. Selle Royal hat nun eine gleichnamige Technologie entwickelt, die den Öko-Fussabdruck der Sattelproduktion reduziert. (Bild: ZVG)
Nach und nach gewinnt das Thema Nachhaltigkeit in der Velobranche an Bedeutung. Ein aktuelles Beispiel für die Bemühungen der Branche um mehr Umweltschutz und grünere Produkte ist der Sattelhersteller Selle Royal.
Das italienische Unternehmen hat der «Stracciatella»-Technologie ein neues Produktionsverfahren vorgestellt. Dieses soll ein bedeutender Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft und verantwortungsvollerer Produktionsprozesse sein, den das Unternehmen künftig auch bei anderen Sattellinien implementieren möchte.
Die «Stracciatella»-Technologie stelle eine hochmoderne Methode dar, um Abfallstoffe aus der Produktion zurückzugewinnen und in Granulat umzuwandeln, heisst es bei Selle Royal. Das Granulat werde dann in die Schaumstoffpolsterung neuer Sättel integriert, wodurch sich der beim Produktionsprozess anfallende Abfall deutlich reduzieren lasse. Die neue Fertigungstechnik kommt zunächst bei der «Lookin»-Baureihe des italienischen Sattelherstellers zum Zug.
Der «Stracciatella»-Schaum ist nach dem berühmten italienischen Glacé mit Schokoladenstückchen benannt und dient als Polsterung für Velosättel. (Foto: ZVG)
Der Grund für die Entwicklung der neuen Technologie sind die ehrgeizigen Ziele des Unternehmens, den eigenen CO2-Fußabdruck zu verkleinern. Im Einklang mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung, dem Pariser Abkommen und dem «Shift Cycling Culture Climate Commitment», zu dessen Erstunterzeichnern die Selle Royal Group gehört, verpflichtet sich Selle Royal, seine Treibhausgasemissionen bis 2030 durch die Umsetzung messbarer und weitreichender Schritte um 55 Prozent zu reduzieren.
Dieses Engagement ist Teil eines konkreten Aktionsplans, der mit einer detaillierten Analyse der Umweltauswirkungen des Unternehmens begann und zum ersten Nachhaltigkeitsbericht der Gruppe (2021-2023) führte.
Zunächst verbaut Selle Royal den «Stracciatella»-Schaum in Sätteln der Baureihen «Lookin» und «Lookin Evo» – mehr Modelle sollen künftig folgen. (Fotos: ZVG)
Die «Stracciatella»-Technologie ist für das Unternehmen eine der Schlüsselinitiativen, die diese Ziele durch die Reduzierung von Produktionsabfällen und die Optimierung der Ressourcennutzung unterstützt.
«Für die Gruppe und die Marke macht das ‘Stracciatella’-Produktprojekt unser Engagement für ein nachhaltigeres Produktionsmodell greifbar und reduziert die Umweltauswirkungen dessen, was wir entwerfen und herstellen. Es wird ein langer Weg sein, aber wir glauben, dass wir auf dem richtigen Weg sind, motiviert durch eine langfristige Vision für ein neues Industriemodell, das jetzt notwendiger denn je ist», sagt Riccardo Losio, Strategy & Brands Director der Selle Royal Group.

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