Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
News,
27.03.2026
Mit einem Appell wehrt sich Pro Velo gegen Parlamentspläne, das Velofahren durch Abgaben, Bürokratie und Einschränkungen auszubremsen. Bereits über 10’000 Personen haben innert weniger Tage unterzeichnet.
Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
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27.03.2026
Die Schweizer Velofahrerinnen und Velofahrer sind dazu aufgerufen, gegen «Veloschikanen» aus Bundesbern Stellung zu beziehen. (Bild: Pro Velo Schweiz)
In Bern weht dem Velo derzeit ein scharfer Wind entgegen. Verschiedene Vorstösse im Bundesparlament fordern Massnahmen, die den Erfolg der Veloförderung der letzten Jahre zunichtezumachen würden.
Unter dem Motto «Das Velo fördern statt ausbremsen!» fordert Pro Velo Schweiz darum von Bundesrat und Parlament ein klares Nein zu drei zentralen Punkten:
Die Forderung nach einer Velosteuer entbehrt laut der Velolobby jeder verkehrspolitischen Logik. Während ein Autokilometer die Gesellschaft unter dem Strich 17 Rappen kostet, generiert jeder geradelte Kilometer einen gesellschaftlichen Nutzen von 25 Rappen (Zahlen des Bundesamts für Raumentwicklung ARE). Zudem bezahlen Velofahrende die Infrastruktur bereits heute über ihre regulären Kantons- und Gemeindesteuern mit.
Vor knapp 15 Jahren (2012) wurde die Velovignette abgeschafft. Die Wiedereinführung einer Registrierungspflicht würde einen gewaltigen bürokratischen Apparat bei Behörden und Polizei schaffen – ohne die Sicherheit auf den Strassen zu erhöhen. Der Aufwand stünde in keinem Verhältnis zum Nutzen und würde Gelegenheitsfahrende unnötig abschrecken.
Erst Mitte 2025 wurden die Regeln für den Personen- und Warentransport modernisiert, um das Potenzial von Lastenvelos besser auszuschöpfen. Neue Einschränkungen zum jetzigen Zeitpunkt wären ein gravierender Rückschritt für die urbane Logistik und für Familien, die das Velo als klimafreundliche Alternative zum Auto nutzen. Eine Verschärfung würde die Verkehrssicherheit nicht fördern, sondern lediglich die Mobilität erschweren.
Pro Velo erinnert daran, dass die Schweizer Bevölkerung bereits 2018 mit 74 Prozent Ja-Stimmen zum Bundesbeschluss Velo ein deutliches Bekenntnis abgegeben hat. Das Ziel des Bundes ist klar: Die gefahrenen Velokilometer sollen sich bis 2035 verdoppeln. «Diese Zielsetzung lässt sich nur erreichen, wenn das Velofahren aktiv gefördert und nicht durch neue Schikanen belastet wird», betont der Verband.
Der Zuspruch zum Appell – 10’000 Unterschriften in nur sechs Tagen – zeigt: Die Velofahrenden sind nicht bereit, diese Steine im Weg stillschweigend zu akzeptieren.
Der Appell kann weiterhin unter action.pro-velo.ch/appell unterzeichnet werden.

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