Weniger Abfall in der Logistik bei Diamant

Der Velohersteller Diamant will seinen Öko-Fussabdruck verbessern. Um 33 Tonnen Abfall im Jahr zu sparen, kommen beim Fahrradversand recycelbare Materialien statt Plastik und Schaumstoff zum Einsatz.

Laurens van Rooijen, Autor (lvr@cyclinfo.ch)
News, 27.11.2023

In den letzten drei Jahren hat der zu Trek gehörende deutsche Velohersteller Diamant daran gearbeitet, die Veloverpackungen nachhaltiger zu gestalten. Plastik und Schaumstoff wurden laut Dimant reduziert und stattdessen recyclebare Materialien eingeführt.

Eine wichtige Rolle spielt dabei der Verpackungsspezialist Richter & Hess, mit dem der Fahrradproduzent bereits seit 25 Jahren zusammenarbeitet. Das jüngste Resultat dieser Partnerschaft sind «Caro Pack» genannte Papierpolsterkissen, die am Firmenstandort in Hartmannsdorf seit Ende Oktober zum Einsatz kommen.

Diese Kissen aus Papier sind mit geschredderten Kartonabfällen gefüllt, die Diamant selbst erzeugt – aus Kartonagen, die von Lieferanten der Fahrradkomponenten stammen. Richter & Hess fertigt mit diesem Rohstoff dann die Papierpolsterkissen.

Weniger Schaumstoff und weniger Abfall

Da sie mit Karton anstatt mit Luft gefüllt sind, können «Caro Pack»-Kissen anders als herkömmliche Luftpolsterkissen nicht platzen. Auch der Lenkerschutz wurde durch Papiertüten ersetzt, Folien werden auf Reisbasis gefertigt und die Schaumstoffpolster am Rahmen sind Papierrollen gewichen.

So kann Diamant laut eigenen Angaben den Schaumstoffverbrauch um 7,5 Tonnen pro Jahr reduzieren. Zusammen mit dem Einsatz der neuen Papierpolsterkisten fallen insgesamt 33 Tonnen weniger Abfall pro Jahr an, heisst es weiter beim deutschen Velohersteller. Kabelbinder seien aktuell das einzig verbliebene Element aus Plastik bei den Veloverpackungen.

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