Der Kanton Luzern will den Veloverkehr stärken und weiter voranbringen. Basis dafür bildet ein neues Velokonzept, «das die Weiterentwicklung der Veloinfrastruktur in den nächsten 10 bis 15 Jahre sicherstellt», wie es in einer Medienmitteilung heisst.
Ziel sei ein attraktives, zusammenhängendes, durchgängiges und sicheres Velowegnetz im ganzen Kanton Luzern.
Konzept soll Ende 2024 vorliegen
Laut Kanton sind die Arbeiten bereits in Gang. Dafür hat Luzern eine neue Fachstelle Fuss- und Veloverkehr geschaffen und mit zwei Mitarbeitenden bestückt.
Die aktuell vorliegende Veloplanung des Kantons Luzern geht zurück auf das Jahr 1994, wobei das Radroutenkonzept 2009 letztmals aktualisiert wurde. «Seither haben sich die Anforderungen an die Veloinfrastruktur stark verändert und entwickelt», sagt Kantonsingenieur Gregor Schwegler.
Kanton Luzern reagiert auf Veloweggesetz
Die neu geschaffene Fachstelle sowie die bereits gestartete Arbeit am Velokonzept sind eine Folge des Veloweggesetzes, das am 1. Januar 2023 in Kraft treten wird.
Die Kantone haben künftig die Pflicht, Velowege verbindlich zu planen und für ein zusammenhängendes, durchgehendes, attraktives und sicheres Velowegnetz zu sorgen.
«Die Anforderungen an die Veloinfrastruktur haben sich stark verändert und entwickelt.»
Gregor Schwegler, Kantonsingenieur Luzern
Diese Ausgangslage wolle man nutzen, um die kantonale Veloplanung umfassend neu zu erarbeiten, so Greogor Schwegler.
Langer Zeithorizont
Das Veloweggesetz sieht vor, das Kantone und Gemeinden fünf Jahre Zeit haben, um ihre Velowegnetze zu planen. Die darauffolgende Umsetzungsfrist beträgt 15 Jahre, dauert also bis 2038.
Auch der Kanton Luzern plant mit einem ähnlichen langen Zeithorizont. Das Velokonzept befinde sich derzeit in der «Analysephase, in welcher der effektive Handlungsbedarf eruiert und priorisiert wird», steht in der Medienmitteilung zu lesen.
Bis im Sommer 2023 soll «das Zielbild Velo 2035» vorliegen. Ende 2024 könnte dann das Velokonzept in seiner finalen Ausgestaltung vorliegen. Laut Kantonsmitteilung soll der Ausbau der Veloinfrastruktur dann innert 10 bis 15 Jahren erfolgen.







