Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
04.09.2024
Auf die elektronischen Schaltungen folgen Vario-Stützen, die ohne Kabel funktionieren. Nun präsentiert auch Fox mit der «Transfer Neo» ein Modell, bei dem Lenkerfernbedienung und Stütze drahtlos kommunizieren.
Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
04.09.2024
Als grösster Markt Europas spielt Deutschland für die Velobranche eine wichtige Rolle. Darum wurde die Online-Videokonferenz des Zweirad-Industrieverbands (ZIV) zum deutschen Fahrradmarkt 2024 mit Spannung erwartet.
Die Marktdaten zeigen, dass im vergangenen Jahr in Deutschland insgesamt 3,85 Millionen Fahrräder verkauft wurden – ein Minus von 2,53 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit einem Anteil von etwas mehr als 2 Millionen Stück machten E-Bikes die Mehrheit (53,2 Prozent) der Neuverkäufe aus.
Im Jahr 2024 nahm die Anzahl der verkauften Velos und E-Bikes in Deutschland im Vergleich zum Einbruch des Vorjahres nur noch um 2,53 Prozent ab. (Grafik: ZVG)
Stärker als die Stückzahlen ging der Umsatz der deutschen Velobranche zurück: Dieser sank um 10,3 Prozent auf 6,33 Milliarden Euro. Dies ist ein deutlicher Hinweis auf die noch immer andauernden Rabattschlachten, die den Durchschnittspreis für verkaufte E-Bikes drücken.
Andererseits liegt der Umsatz noch immer deutlich über den während der Corona-Pandemie 2019 erwirtschafteten 4 Milliarden Euro. Laut ZIV zeigen die Zahlen zur Binnenproduktion, zum Import sowie zum Export, dass fast 700'000 Velos und E-Bikes aus Lagerbeständen abverkauft werden konnten.
Besonders gut schnitten im vergangenen Jahr Gravelbikes und Rennvelos ab.
Laut der Erhebung des ZIV konnten die hohen Lagerbestände im Jahr 2024 um 690'000 Einheiten reduziert werden – wenn auch oft nur mit Rabatten. (Grafik: ZVG)
Erste Anzeichen der Besserung seien zudem im Geschäft mit Reparaturen und Ersatzteilen auszumachen. Im Anschluss an die Markdaten wurden die Befunde einer Befragung von VSF und Bike&Co unter angeschlossenen Händlern dieser beiden Verbünde präsentiert.
Auf die Frage, wie sie das Jahr 2025 beurteilen, erwarteten 27 Prozent der Befragten nochmals eine Verschlechterung und 33 Prozent keine Veränderung zum Positiven. Mit 40 Prozent war die Gruppe der optimistischen Händler am grössten – auch dies ein positives Signal für die Branche.
Die deutschen Fahrradhändler blicken optimistischer als auch schon in die Zukunft. (Grafik: ZVG)
Vario- oder Teleskopstützen, die eine einfache Verstellung der Sattelhöhe erlauben, haben sich zuerst an Mountainbikes mit mittleren Federwegen durchgesetzt und sind inzwischen auch an Gravelbikes und manchen E-Bikes zu finden.
Diese Stützen wiegen zwar etwas mehr, erleichtern dafür aber das Auf- und Absteigen und senken zudem den Schwerpunkt ab, was in kniffligen Passagen für mehr Selbstvertrauen und Sicherheit sorgt.
Über die Jahre haben sich die Vario-Sattelstützen ausdifferenziert: billige Versionen weisen statt einer Fernbedienung am Lenker einen Hebel unter dem Sattel auf und finden sich auch an Velos von Leihflotten. Kurzhubige Modelle wiegen weniger und sind darum bei Ausdauersportlern beliebt.
Die neue Fox «Transfer Neo» ist für Sitzrohre mit 30,9 mm und 31,6 mm mit einem Hub von 100 mm bis 200 mm erhältlich und von 125 mm bis 200 mm im 34,9-mm-Mass. (Foto: ZVG)
Ein Grosstrend ist die drahtlose Ansteuerung der Vario-Stütze. Als erster Anbieter konnte dies Magura mit der «Vyron» bieten, ehe Rock Shox die «AXS»-Technologie des Mutterkonzerns Sram an der «Reverb» verbaute.
Nach vielen Jahren der Entwicklung brachte auch Kind Shock dieses Frühjahr mit der «LEV Circuit» eine kabellose Stütze auf den Markt. Nun folgt Fox dem Vorbild der Mitbewerber, denn die «Transfer Neo» (empfohlener Verkaufspreis Fr. 998.–) kommt ohne Kabel oder Hydraulikleitung aus.
Dafür weist die absenkbare Sattelstütze eine Reihe von Eigenheiten auf: hochwertige Dichtungen sorgen für Langlebigkeit und zuverlässige Funktion, der Akku wie das Funkmodul wurden unten platziert, wo die Stütze geklemmt wird. So kommen sie bei voll genutztem Federwegs nicht mit dem Hinterradreifen in Berührung.
Den Akku hat Fox nicht wie andere Anbieter oben an der Sattelklemmung positioniert. Über die Fox-Bike-App bietet die «Transfer Neo» zwei besondere Betriebsmodi. (Fotos: ZVG)
Quasi am anderen Ende steht der Hebel, mit dem die Vario-Stütze vom Lenker aus kontrolliert wird. Dank der Gummibeschichtung ist dieser Hebel sehr griffig, das schlanke Design reduziert das Risiko, dass der Hebel am Oberrohr einschlägt. Für eine schnelle, intuitive Betätigung hat Fox auf einen kurzen Hebelweg geachtet.
Über die Fox-Bike-App lassen sich zudem zwei spezielle Modi aktivieren: Im «Bike Park»-Modus bleibt die Stütze auch dann in der untersten Position, wenn die Lenkerfernbedienung versehentlich betätigt wird. Im «Transport»-Modus geht die absenkbare Sattelstütze für Mountainbikes in einen Schlummermodus, damit der Akku während des Transports nicht leer gesaugt wird.
Zudem überwacht die App auch die Wartungsintervalle, wobei nach 8000 Ausfahrten ein Service empfohlen wird.

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