Julie Nielsen,
Redaktorin
(julie.nielsen@velojournal.ch)
Kultur,
15.05.2025
Die Kunstkabine auf der Offenen Rennbahn Oerlikon präsentiert die Arbeiten einer jungen Radsport-Fotografin. Im Kinderbuch «Mein freches Fahrrad Fridolin» wird humorvoll und lebendig von Fridolin, dem Velo erzählt.
Julie Nielsen,
Redaktorin
(julie.nielsen@velojournal.ch)
Kultur,
15.05.2025
Die Kunstkabine auf der Offenen Rennbahn Oerlikon zeigt 2025 Werke der Fotografin Anouk Flesch. (Foto: Anouk Flesch)
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Marc Locatelli zeigt auf minimaler Fläche Grosses. Der Kurator der «kleinsten Kunstgalerie der Welt» stellt in der ehemaligen Telefonkabine auf der Offenen Rennbahn Oerlikon Fotos von Anouk Flesch aus.
In ihren Fotos verbinde sie klassische Sportfotografie mit Storytelling, sagt Locatelli. Mit Begeisterung realisiert sie Fotoprojekte an Grossanlässen des Profiradsports und als Begleiterin für sowohl weibliche als auch männliche Radsport-Teams. Für ihre bestechende Bildsprache und ihre Kompositionen wurde Anouk Flesch mit einigen prestigeträchtigen Preisen wie dem Mark Gunter Award ausgezeichnet.
Nach Ausstellungen in Luxemburg, Frankreich, Grossbritannien und Italien zeigt die Fotografin jetzt ein breites Spektrum ihres Schaffens unter feministischem Aspekt in der selbst ernannten kleinsten Galerie der Welt in Zürich Oerlikon. Die Künstlerin ist sich ihrer Position als Frau in der männerdominierten Radsportwelt bewusst und möchte sie in der Ausstellung hervorheben.
Ab Mitte Juni bis Ende September sind die Werke der belgischen Fotografin jeden Dienstagabend zu bestaunen. Bei zweifelhafter Witterung findet man Infos zu den Öffnungszeiten von Rennbahn und Kunstkabine auf rennbahn-oerlikon.ch.
Nina Daschewskaja: Mein freches Fahrrad Fridolin Verlag Urachhaus, Stuttgart, 2024. Fr. 25.90. (Bild: ZVG)
Im Zentrum der Geschichte stehen der Aussenseiter Sewka, der sich ein Velo wünscht und durch ungewöhnliche Umstände tatsächlich eines bekommt. Aber kein gewöhnliches: Als Sewka Fridolin bekommt, bemerkt er schnell, dass sein neues Velo anders ist. Sein Name ist Fridolin, es hat die Farbe des Himmels, der grenzenlosen Freiheit. Es fliegt davon – und genau so fühlt es sich an, auf Fridolin zu fahren.
Die Autorin versteht es, kindliche Fantasie und den Wunsch nach Unabhängigkeit auf liebevolle Weise darzustellen. Fridolin wird dabei zu einem lebendig gewordenen Charakter, der mal widerspenstig und mal hilfsbereit agiert und Sewka zu einer Reihe von aufregenden Orten und Abenteuern führt. «Du glaubst, du kennst da alles, und dann plötzlich – schwups! – ist es ein unbekannter Ort.» So besucht Sewka die Stadt der verlorenen Dinge, schliesst unter anderem Freundschaft mit einem Mädchen, das riesengross ist, und rettet zum Schluss ein bisschen die Welt.
«Mein freches Fahrrad Fridolin» ist eine gelungene Mischung aus Humor, Abenteuer und ernsten Themen wie abwesende Eltern oder die Schwierigkeit, Freundschaft zu schliessen. Ein Buch für alle, die Spass an fantasievollen Geschichten haben. Die Illustrationen von Jewgenija Dwosinka passen perfekt zur verträumten Geschichte und geben den Abenteuern von Sewka und seinem Velo eine zusätzliche lebendige Dimension.

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