Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
27.10.2023
Die Konjunktur macht der Velobranche zu schaffen. Das zeigt sich aktuell am Geschäftsgang von Shimano. Der Marktführer aus Japan verzeichnet einen deutlichen Umsatzrückgang. Das Unternehmen bleibt aber optimistisch.
Laurens van Rooijen,
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(lvr@cyclinfo.ch)
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27.10.2023
Im Vergleich zum Vorjahr läuft es 2023 nicht so rund bei Shimano. Das japanische Unternehmen erwirtschaftet in den ersten drei Quartalen dennoch einen Gewinn. (Foto: ZVG)
In den Jahren 2021 und 2022 hatte die starke Nachfrage nach E-Bikes, Velos und Komponenten bei Shimano für Rekordergebnisse gesorgt. Der Einbruch der Konjunktur und die schlechte Konsumstimmung liessen die Nachfrage ab Mitte 2022 einbrechen, was hohe Lagerbestände zur Folge hatte – auch beim Marktführer aus Japan und trotz Anpassungen auf Angebots- und Nachfrageseite.
Wenig überraschend zeigt sich die Abkühlung des Markts auch in den Zahlen zum dritten Quartal des laufenden Jahres, die Shimano soeben veröffentlicht hat.
Zwar bleiben die Geschäftszahlen von Shimano dieses Jahr deutlich hinter den Rekordjahren zurück, liegen aber deutlich über dem Niveau von 2019.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2023 erwirtschaftete Shimano mit dem Geschäftsbereich Velo umgerechnet 1,72 Milliarden Franken. Das entspricht einem Rückgang von 24,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn sank im gleichen Zeitraum um 48,8 Prozent auf rund 333 Millionen Franken.
2022 sah es noch ganz anders aus: Damals wiesen die Japaner nach dem dritten Quartal ein sattes Plus von 20 Prozent aus.
Die Aufschlüsselung der Lieferungen von Velokomponenten nach Zielmärkten zeigt, wo der Absatz aktuell am meisten stockt. (Bild: ZVG)
Laut Shimano habe das starke Interesse an Velos in Europa angehalten, aber auch der Lagerbestand auf hohem Niveau verharrt.
Schwache Absätze bei Kompletträdern werden aus Nordamerika gemeldet. Wegen wirtschaftlicher Unsicherheiten wurden auch in Asien, Ozeanien sowie Mittel- und Südamerika weniger Komplettvelos verkauft als im Vorjahresvergleich.
Ein positiver Ausreisser sei der chinesische Markt, während die Abwertung des Yens die Nachfrage nach Velos in Japan gedämpft habe, heisst es bei Shimano. Dennoch hat das Unternehmen die Prognosen für das Gesamtjahr um rund 10 Prozent angehoben.

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