Tour de Suisse wählt den elektrischen Weg

Kürzlich lud die TdS Rad AG zum Premieren-Event an den Firmensitz nach Kreuzlingen. Bei der Eigenmarke stachen drei neue E-Bike-Baureihen ins Auge, die für den Einsatz im Alltag konzipiert sind.

Laurens van Rooijen, Autor (lvr@cyclinfo.ch)
News, 16.09.2026

Als fester Wert in der Schweizer Velobranche ist die TdS Rad AG zugleich ein etablierter Vertriebsakteur mit breitem Portfolio sowie mit der Marke Tour de Suisse ein Hersteller von Velos und E-Bikes. Mit dem A-la-Carte-System fahren die Kreuzlinger auch in schwierigen Zeiten auf solidem Kurs - und können so nach wie vor in die Entwicklung von eigenständigen Modellen investieren. Das zeigte sich beim Premieren-Event Ende August in der Firmenzentrale in Kreuzlingen, als mit Ramon Hegi und Robert Strom zwei Produktmanager von Tour de Suisse den geladenen Gästen einige Highlights des kommenden Modelljahrs vorstellten.

Vereinfachter Service

Als kompaktes Longtail, das bis zu drei Personen befördern kann, glänzt das «Gondola» mit einem tiefen Einstieg und deckt mit einer Rahmengrösse eine grosse Bandbreite an Körpergrössen ab. Da der «Powertube»-Akku im voluminösen, unteren Rahmenrohr steckt, liegt der Schwerpunkt spürbar tief. Dies und das 24-Zoll-Vorderrad sorgen für einen überzeugenden Mix aus Agilität und Spurtreue. Die offene Montage des Bosch-Mittelmotors vereinfacht zudem den Service markant. Das «Gondola» ist wahlweise mit einer Shimano «Cues»-Kettenschaltung mit neun Gängen oder der «Six»-Getriebenabe von 3x3 und einem Zahnriemen erhältlich - und dank verschiedenem Zubehör sehr vielseitig.

Optisch markant kommt der Unisex-Rahmen des «Tutto» daher. Bei der Entwicklung dieses Modells standen der Nutzwert im Alltag und ein erschwinglicher Preis im Fokus. Gepäckträger-Aufnahmen an Hinterbau wie Steuerrohr erlauben eine Vielzahl an Konfigurationen. Für wohl dosierten und im Alltag ausreichenden Vortrieb sorgt der «Hub Line»-Nabenmotor von Bosch eBike Systems, in Kombination mit einem «Powertube»-Akku mit 360 Wh Kapazität. Diese lässt sich per «Powermore»-Extender erweitern. Bei der Schaltung bietet Tour de Suisse die Wahl aus Kettenschaltungen von Shimano - entweder der «Cues» mit 9 Gängen oder «Deore» mit 12 Gängen.

Die dritte Option ist radikal reduziert, denn hier kombiniert Tour de Suisse einen Zahnriemen von Gates mit dem «UTGear H2»-Getriebe von Universal Transmissions. Der Gedanke dahinter: Der kleine Gang dient dem An- oder Bergauffahren, der grosse Gang der Fahrt bei 20 bis 25 Kilometern pro Stunde. Diese Kombination verbaut Tour de Suisse als Option auch beim «Rebelle». Als komplett ausgestattetes Einsteiger-E-Bike für Junge und Junggebliebene vertraut auch dieses Modell auf den «Hub Line»-Nabenmotor von Bosch. Den Trapezrahmen bietet Tour de Suisse in drei und den Diamantrahmen in vier Grössen an.

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