Leggero: Schweizer Veloanhänger werden deutsch

Die Leggero-Kinderanhänger sind aus dem hiesigen Strassenbild kaum wegzudenken. Nun wechselt die Schweizer Marke in deutschen Besitz. Die Produktion läuft vorerst noch in Romanshorn am Bodensee weiter.

Laurens van Rooijen, Autor (lvr@cyclinfo.ch)
News, 20.02.2024

Die Geschichte der Schweizer Kinderanhänger-Marke Leggero reicht bis ins Jahr 1989 zurück, als der erste Veloanhänger der Marke vorgestellt wurde. Mit dem seinerzeit revolutionären «Becco»-Kupplungssystem hat Leggero einen Meilenstein gesetzt und die Gestaltung von Fahrradanhängern nachhaltig beeinflusst.

Auch sonst bewies die Marke immer wieder ein Näschen für Trends, etwa mit der Lancierung einer Alinghi-Edition mit Aufbau aus Segeltuch und der Nummer 89 nach dem Gewinn des America's Cup durch das Schweizer Syndikat. 

Jetzt wandert die Marke Leggero unter das Dach der Qeridoo GmbH, einem Spezialisten für Kindertransportsysteme mit Sitz im Rheinland-Pfälzischen Buchholz.

Leggero wechselt zu Qeridoo

Laut Qeridoo hat man sich mit dem hisherigen Inhalter Brüggli Industrie auf eine Übernahme der Schweizer Marke geeinigt. Damit wird das Sortiment von Leggero, das ausser den Kinderanhängern «Enso» und «Vento» auch den Shopping-Trolley «Max» umfasst, neu Teil der Produktfamilie von Qeridoo.

Gemäss Michael Haller, Leiter Kommunikation und Kultur bei Brüggli, werden im laufenden Jahr und im Auftrag des neuen Besitzers je 500 Anhänger des Typs «Enso» und «Vento» hergestellt. Ob darüber hinaus noch in Romanshorn produziert werden wird, liege in den Händen der neuen Eigentümer. Um das Ersatzteilwesen rund um Leggero wird sich Brüggli Industrie bis Ende 2025 kümmern. 

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