Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
News,
04.07.2024
Bosch E-Bike Systems setzt auf KI, um sein Antriebssystem zu verbessern. Künstliche Intelligenz soll die Reichweite optimieren und bei der Routenplanung helfen. Die neuen Funktionen sind ab sofort verfügbar.
Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
News,
04.07.2024
Dank Sprachmodellen wie ChatGPT, Google Gemini oder dem Microsoft Copilot ist das Thema KI in aller Munde. Kein Wunder, dass auch die Fahrradbranche verstärkt auf die Karte KI setzt.
Mit Bosch E-Bike Systems hat der europäische Branchenprimus im Rahmen der Velomesse Eurobike neue Funktionen für seine Antriebssysteme präsentiert. Diese sollen mithilfe von künstlicher Intelligenz die Nutzung eines Elektrovelos mit Bosch-Motor angenehmer und nützlicher machen.
«Mit der Integration von KI gehen wir den konsequenten nächsten Schritt in der Entwicklung und schaffen einen wertvollen Mehrwert für E-Bikerinnen und -biker: Das Rad lernt von Kilometer zu Kilometer dazu und wird ganz nebenbei zum smarten und vernetzten Begleiter», sagt Gregor Dasbach, Vice President Digital Business bei Bosch E-Bike Systems.
Soll der Akku bei der Ankunft leer sein oder noch halb voll? Mit dem Feature «Range Control» lässt das festlegen. (Foto: ZVG)
So rollt Bosch aktuell das neue Feature «Range Control» aus. Es soll das Planen von Touren erleichtern, indem die Reichweite des Elektrovelos durch die KI optimiert wird.
Wird eine Strecke in der «eBike Flow»-App zusammengestellt, zeigt diese einem direkt an, mit wie viel Prozent Akkustand man voraussichtlich am Ziel ankommen wird.
Um eine möglichst genaue Reichweite anzuzeigen, ermittelt das Bosch «Smart System» verschiedene Informationen wie das Systemgewicht, das Höhenprofil der Route und das individuelle Fahrverhalten der letzten Fahrten.
Dabei würden die Prognosen immer präziser: Seien die ersten Aktivitäten erfasst, könne das System den Akkustand bei Ankunft zukünftig wesentlich genauer vorhersagen als bei der ersten Fahrt, heisst es bei Bosch.
Trotz immer grösserer Akkus grassiert bei vielen E-Bike-Besitzerinnen und -Besitzern noch immer die Reichweiten-Angst. Um diese zu mildern, kann der gewünschte minimale Akkustand am Zielort in der App neu festgelegt werden.
Das smarte System kümmert sich fortan um den Rest und die App zeigt an, ob die Route mit voller, geringer oder nur mit sehr geringer Motor-Unterstützung gefahren werden kann.
Bosch setzt auch für eine personalisierte Planung von Touren auf künstliche Intelligenz. Das «Smart System» kann künftig schon vor einer Tour die zu erwartende Ankunftszeit berechnen und anzeigen. Dafür wertet das System das bisherige Fahrverhalten auf ähnlichen Routen aus.
Zusätzlich soll es möglich sein, persönliche Routenvorschläge zu erhalten. «Das smarte System weiss beispielsweise, welche Strassentypen, welcher Untergrund oder welche Steigungen bevorzugt und mit welcher Geschwindigkeit gefahren werden und macht eine entsprechende Routenempfehlung», teilt Bosch mit.
Gleichzeitig kündigt der deutsche Antriebshersteller auch Verbesserungen für diejenigen Personen an, die ihre Fahrten gerne minutiös auswerten.
So kann ab August der Anteil der Bremsmanöver mit und ohne ABS-Einsatz am Elektrovelo als direkter Vergleich in der «eBike Flow»-App eingesehen werden. Während der Fahrt wird auch die Anzahl der Bremsmanöver angezeigt, bei denen das ABS aktiv wurde.
Zu guter Letzt führt Bosch noch einen neuen Fahrmodus für seine mit dem «Smart System» kompatiblen Elektroveloantriebe ein. Im «Eco+»-Modus bleibt der Motor so lange ausgeschaltet, bis eine in der App individuell anpassbare Aktivierungsschwelle überschritten wird.
Wird keine Unterstützung mehr benötigt, schaltet sich der Motor automatisch wieder ab. Auf diese Weise lässt sich Akku sparen und die Unterstützung wird nur dann aktiv, wenn sie wirklich benötigt wird.

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