Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
News,
20.02.2023
In Basel-Stadt soll ein Unfallhotspot für Velofahrende entschärft werden. Im Rahmen eines Verkehrsversuchs evaluiert der Kanton eine neue Spuraufteilung zugunsten des Veloverkehrs auf dem Luzernerring.
Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
News,
20.02.2023
Der Kanton Basel-Stadt prüft auf dem Luzernerring eine neue Spuraufteilung zugunsten des Veloverkehrs. (Foto: ZVG)
Für Personen auf dem Velo ist die Situation auf dem Luzernerring in Basel-Stadt denkbar schlecht. Genau dort, wo es besonders eng wird, endet der Velostreifen. Gleichzeitig reduzieren sich die Fahrspuren von zwei auf eine. Velofahrende finden sich plötzlich eingepfercht auf einer Spur mit dem Bus und zahlreichen Autos wieder.
Am 2. Februar hatte Pro Velo beider Basel die Petition «für eine sichere Veloroute auf dem Luzernerring» lanciert. «Wir wollen erreichen, dass die Sicherheit von Velofahrenden höher gewichtet wird als die Vermeidung von eventuellen temporären Auto-Rückstaus», sagte Pro-Velo-beider-Basel-Geschäftsleiter Roland Chrétien.
Nun reagiert der Kanton Basel-Stadt. Zwar sei Aufgrund der Platzverhältnisse eine durchgängiger Velostreifen auf dem Luzernerring nicht möglich. «Der Kanton evaluiert aber eine Spurumwidmung zugunsten des Veloverkehrs», heisst es in einer Medienmitteilung des Bau- und Verkehrsdepartements.
Konkret plant Basel-Stadt, die Fahrspuren neu aufzuteilen. Dort, wo Autofahrende bisher sowohl nach rechts abbiegen als auch geradeaus über die Kreuzung fahren dürfen, ist künftig die rechte Fahrspur jenen Autofahrenden vorbehalten, die rechts abbiegen möchten.
Diese teilen sich die Spur mit zwei Buslinien und den Velofahrenden, die weiterhin geradeaus fahren dürfen. «Nach der Kreuzung bleibt eine der beiden Fahrbahnen künftig dem Bus und dem Veloverkehr vorbehalten», heisst es weiter in der Medienmitteilung.
Der Verkehrsversuch soll ein Jahr dauern. Der Kanton will genau beobachten, ob er die Sicherheit verbessert und ob es durch die Spurreduktion zu mehr Rückstau und Verspätungen für den ÖV kommt.
Führten allfällige Rückstaus andernorts zu gefährlichen Situationen oder sei die neue Spuraufteilung mit starken Verspätungen für den ÖV verbunden, so müsse der Verkehrsversuch vorzeitig abgebrochen werden, teilt das Basler Bau- und Verkehrsdepartement mit.
«Für uns ist allerdings klar, dass die Sicherheit von Velofahrenden höher gewichtet wird als die Vermeidung von temporären Rückstaus», sagt Roland Chrétien. Pro Velo will darum den Druck aufrechterhalten und die gesammelten Unterschriften der Petition im April übergeben.

Abonnieren Sie den Velojournal-Newsletter. Als Dankeschön erhalten neue Abonnenten eine Velojournal-Ausgabe kostenlos.
Jetzt abonnieren!
01. November 2026
HombiQuer 2026
Am Sonntag, 1. November 2026, ist es wieder soweit: Das HombiQuer geht in die nächste Runde. Bewährt,...
05. November 2026
Tag des Lichts
Seit mehreren Jahren vermitteln verschiedene Behörden und Interessengruppen der Bevölkerung, dass bessere...
07. November 2026
Luzerner Veloteile-Flohmarkt
Am Samstag, 7. November lädt der Luzerner Veloteile-Flohmarkt bereits zum 12. Mal zum Stöbern, Schmökern,...
10. November 2026
Switzerland’s Light Electric Mobility Forum
Am 10. November 2026 findet im Eventforum in Bern das SLEM 2026 statt. An diesem eintägigen Kongress werden...
12. November 2026
Forum Verkehrssicherheit Schweiz 2026
Von klein auf sicher – Kinder im Strassenverkehr: Kinder sind im Strassenverkehr besonders unfallgefährdet....
Zu den TerminenHaben Sie Fragen zu Ihrem Abonnement? Gerne helfen wir Ihnen weiter.
Aboservice und Rechnung
Velomedien AG / Velojournal
Claudia Frei
Kalkbreitestrasse 33
8003 Zürich
Telefon: +41 44 241 60 32
administration@velojournal.ch