Fabian Baumann, Laurens van Rooijen
News,
07.05.2021
Im vergangenen Jahr wurden in Österreich so viele Velos gekauft wie noch nie. Wie hierzulande sind auch dort E-Bikes besonders beliebt.
Fabian Baumann, Laurens van Rooijen
News,
07.05.2021
Der österreichische Velomarkt bietet einige Parallelen zum schweizerischen. Die Bevölkerung des östlichen Nachbarlandes ist mit knapp 9 Millionen Menschen ähnlich gross wie hierzulande. Und auch aufgrund der anspruchsvollen Topgraphie lässt sich die Donaurepublik gut mit der Schweiz vergleichen. Der Blick nach Österreich ist darum interessant.
In Österreich werden die Veloverkaufszahlen regelmässig durch den Verband der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs (VSSÖ) erhoben und veröffentlicht. Die jüngste Erhebung zeigt, dass der Fahrradmarkt im Jahr 2020 von einer hohen Nachfrage und deutlichem Wachstum geprägt war.
Die Marktdaten des VSSÖ weisen erstmals mehr als 200'000 verkaufte Elektrovelos und insgesamt fast 500'000 verkaufte Fahrräder für das Jahr 2020 aus. (Grafik: ZVG)
Konkret beziffert der VSSÖ das Marktvolumen des gesamten Velomarkts in Österreich für 2020 auf 496'434 Einheiten. Das sind rund 13 Prozent mehr als im Vorjahr und der höchste Wert seit Beginn der VSSÖ-Erhebungen im Jahr 2009. Vier von zehn von Österreicherinnen und Österreichern gekauften Velos hatten einen elektrischen Hilfsantrieb. Damit wurden erstmals mehr als 200'000 E-Bikes in einem Jahr verkauft.
Die Donaurepublik konnte ihren Status als E-Bike-Verkaufsmeisterin in der DACH-Region (DE, AT, CH) behaupten. Besonders spektakulär fiel das Wachstum bei den E-Lastenvelos aus, deren Absatz mit 943 Stück fast verdoppelt werden konnte.
Der Trend hin zum E-Bike treibt den Durchschnittspreis in neue Höhen und dies schlägt auch voll auf den Umsatz der Branche durch. (Grafik: ZVG)
Der Österreichische Velohandel erzielte gemäss VSSÖ einen Umsatz von 878 Millionen Euro (964.45 Millionen Franken), was einem Wachstum von 26 Prozent entspricht. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Velo stieg auf 1769 Euro (etwa 1943 Franken). Auch der durchschnittliche Verkaufspreis von E-Bikes legte nochmals zu. Er stieg um 7 Prozent auf 3012 Euro (3308 Franken). Laut VSSÖ wurden 70 Prozent des Gesamtumsatzes der Velobranche oder 613 Millionen Euro (673.35 Millionen Franken) 2020 mit dem Verkauf von E-Bikes erzielt.
Zum Vergleich: Die Durchschnittspreise von Fahrrädern und E-Bikes bewegen sich in der Schweiz auf ähnlichem Niveau. Das zeigt eine Erhebung des Fachmagazins Cyclinfo auf Basis einer Auswertung der eidgenössischen Zollstatistik. Demnach liegt der Verkaufspreis über alles gesehen im Schnitt bei rund 2500 Franken. Der Durchschnittspreis eines Velos beträgt 1250 Franken und derjenige eines E-Bikes rund 3800 Franken.

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