Allianz will Velosicherheit mit Digitaltechnologie erhöhen

Die «Coalition for Cyclist Safety» will die Sicherheit von Velofahrenden mithilfe von vernetzter Technologie erhöhen. Zum Bündnis gehören Unternehmen aus den Bereichen Velo, Automotive und Informationstechnologie.

Fabian Baumann, Redaktor (fabian.baumann@velojournal.ch)
News, 26.10.2023

Die digitale Vernetzung schreitet immer weiter voran. Ein Zusammenschluss von Unternehmen aus den Bereichen Automotive, Velo und Technologie will sich nun dafür einsetzen, dass die Sicherheit von Velofahrenden im Strassenverkehr mithilfe vernetzter Mobilitätslösungen verbessert wird.

Im Zentrum steht dabei die Verkehrsvernetzung auf Basis der «Vehicle to Everything»-Kommunikation (V2X). Ein Fahrzeug kann so Signale von anderen Verkehrsteilnehmern – aber auch Warnungen von Hindernissen wie Baustellen – empfangen sowie an diese senden. Potenziell dient V2X dazu, die Verkehrssicherheit zu erhöhen sowie den Verkehrsfluss zu verbessern und zu überwachen.

Coalition for Cyclist Safety

Zur «Coalition for Cyclist Safety» zusammengeschlossen haben sich die Automobilhersteller Audi und Cariad. Aus der Velobranche mit dabei sind Accell, AT-Zweirad, BMC, Bosch E-Bike Systems, Gazelle, Shimano und Trek. Ebenfalls mit an Bord sind die Software- und Chiphersteller Autotalks, Commsignia, Qualcomm und Spoke Safety sowie die Deutsche Telekom und Telus als Mobilfunkanbieter.

Fokus auf die USA und Kanada

Die beteiligten Unternehmen legen den Fokus zunächst auf die USA und Kanada. Von Nordamerika ausgehend werde man nach Wegen suchen, um gemeinsame Industrieansätze auch nach Europa und in andere Regionen der Welt zu bringen, heisst es in einer Pressemitteilung. Man sei davon überzeugt, dass V2X neben einer guten und sicheren Infrastruktur einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten könne.

«V2X ist ein weiterer wichtiger Beitrag zum sichereren Velofahren, da es Velofahrerinnen und -fahrer für andere Verkehrsteilnehmer digital sichtbar machen kann», sagt Claus Fleischer, Geschäftsleiter von Bosch E-Bike Systems. Bill Nesper von der US-Velolobby League of American Bicyclists ergänzt: «Neben Temposenkungen und einer sicheren Veloinfrastruktur ist die technologische Weiterentwicklung ein wichtiger Bestandteil der Schaffung eines sicheren Gesamtsystems».

«V2X ist ein weiterer wichtiger Beitrag zum sichereren Velofahren, da es Velofahrerinnen und -fahrer für andere Verkehrsteilnehmer digital sichtbar machen kann.»

Claus Fleischer, Geschäftsleiter Bosch E-Bike Systems

Dass sich die Unternehmen zunächst auf die USA konzentrieren, ist nicht dem Zufall geschuldet. Laut dem US-Verkehrsministerium besitzen V2X-Technologien erhebliches Potenzial, die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Um Entwicklungen in diesem Bereich zu fördern, will die Behörde entsprechende Projekte in den kommenden Jahren mit substanziellen Beträgen unterstützen.  

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