Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
17.10.2022
Kyburz ist für leichte Elektromobile bekannt. Zusammen mit der Empa hat das Unternehmen nun ein Verfahren entwickelt, das eine umweltfreundliche Rückgewinnung von bis zu 91 Prozent der Akku-Rohstoffe ermöglicht.
Laurens van Rooijen,
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(lvr@cyclinfo.ch)
News,
17.10.2022
Die Rückgewinnungsanlage hat noch eine überschaubare Dimension, soll sich aber beliebig vergrössern lassen. (Foto: ZVG)
Die Elektromobilität ist ein wichtiger Eckpfeiler der Verkehrswende. Aber was passiert mit all den Akkus, wenn diese das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben? Und begeben wir uns über die für die Akkus benötigten Rohstoffe wie Lithium nicht in neue Abhängigkeiten?
Diese Fragen sind berechtigt, zumal das Recycling von Batterien und Akkus bisher eine echte Herausforderung darstellte und mit hohen Kosten verbunden war.
Die Firma Kyburz, seit über 30 Jahren im Bereich leichter Elektromobile aktiv, stellt nun ein ebenso einfaches wie umweltfreundliches Verfahren vor, mit dem sich bis zu 91 Prozent der Rohstoffe von Akkus zurückgewinnen lassen sollen.
In aufgebrauchten Akkus stecken ebenso wertvolle wie begehrte Rohstoffe. An diese heranzukommen, war die grosse Herausforderung – bisher. (Foto: ZVG)
Dieses vom diplomierten Umwelt-Ingenieur Olivier Groux an der Empa zusammen mit Kyburz entwickelte Verfahren zum Akku-Recycling verläuft in fünf Schritten. Neu werden dabei Lithium-Ionen-Batteriezellen komplett in ihre Bestandteile zerlegt.
In einem ersten Schritt wird eine schonende, optimale Entladung der retournierten Akkus sichergestellt. Dann wird der Gehäusedeckel der Batteriezellen entfernt, ohne dabei die Zellpakete zu beschädigen.
Das Elektrodenpaket wird anschliessend mithilfe von Druckluft aus dem Zellpaket gedrückt. Beim Abwickeln werden darauf die Aluminium- und Kupferfolien maschinell vom Separator getrennt.
Mit einer Rückgewinnung von 91 Prozent der begehrten Rohstoffe kommt das Verfahren von Kyburz echtem Recycling schon sehr nah. (Bild: ZVG)
Im Zuge der Aufreinigung als fünftem und letztem Schritt werden die Komponenten Grafit und Metalloxid von den Aluminium- und Kupferfolien entfernt, das nur mit Wasser und ohne Einsatz von Chemikalien.
So lassen sich laut Olivier Groux 91 Prozent der Rohstoffe zurückgewinnen – weit mehr als mit bisherigen Recycling-Methoden. Mit diesem Verfahren, das sich für verschiedene Zelltypen anpassen lässt, will Kyburz den Materialkreislauf bei der Akku-Produktion schliessen und so der E-Mobilität zu einem weiteren wichtigen Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit verhelfen.
Damit das Verfahren breite Anwendung findet, habe man bewusst auf Patente verzichtet, heisst es bei den Entwicklern.
Der Beitrag von 3sat «Nano» thematisiert das Akku-Recycling.

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