Cargobikes für KMU: Stadt Luzern übernimmt Hälfte der Kosten

Das Förderprogramm für Cargobikes der Albert Koechlin Stiftung (AKS) wird bis 2028 verlängert. Für Luzerner KMU wird der Umstieg auf Lastenvelos besonders attraktiv: Die Stadt übernimmt 50 % der Anschaffungskosten.

Fabian Baumann, Redaktor (fabian.baumann@velojournal.ch)
News, 30.03.2026

Schon in den vergangenen Jahren berichtete Velojournal über das Engagement der Albert Koechlin Stiftung (AKS), die Innerschweizer KMU den Kauf von Cargobikes durch gezielte Subventionen vergünstigt.

Das Förderprogramm stösst auf grosses Interesse: Seit dem Start der Initiative «clever unterwegs» im Jahr 2022 hat die Stiftung nach eigenen Angaben bereits mehr als 80 Firmen und Organisationen bei der Anschaffung eines Lastenvelos finanziell unterstützt.

Aufgrund der positiven Rückmeldungen aus der Wirtschaft und der damit erzielten namhaften CO2-Einsparungen wird das Projekt nun nicht nur bis 2028 verlängert, sondern erweitert. 

Wie die Stadt Luzern Ende März bekannt gab, spannt sie für die nächsten drei Jahre mit der AKS zusammen. Um die lokale Güterlogistik nachhaltig zu verändern, investiert Luzern 270'000 Franken in die Förderung auf dem eigenen Stadtgebiet.

 

  • Was wird gefördert? Kauf von Cargobikes / Lastenvelos für den gewerblichen Einsatz.
  • Wie hoch ist die Subvention? 50 Prozent der Anschaffungskosten (für Stadt-Luzerner Betriebe) plus bis zu 1000 Franken für die Beschriftung (durch die AKS).
  • Wer profitiert? KMU mit Sitz oder Filiale in der Stadt Luzern (Betriebe im restlichen Innerschweizer Raum erhalten weiterhin die reguläre AKS-Förderung).
  • Dauer: Das Programm ist bis 2028 befristet.

50 Prozent Kostenbeteiligung: So profitieren städtische Betriebe

Für Unternehmen mit Sitz oder Filiale in der Stadt Luzern schafft die Kooperation einen starken finanziellen Anreiz für den Umstieg auf die Citylogistik per Velo.

Die Voraussetzungen für den Erhalt der Fördergelder sind klar definiert:

  1. Das Unternehmen ist in einer Branche mit lokaler Firmenlogistik tätig.
  2. Die Motivation sowie der tatsächliche Bedarf für den Einsatz eines gewerblichen Lastenvelos müssen im Antrag nachgewiesen werden.

Erfüllt ein Betrieb diese Kriterien, übernimmt die Stadt ab sofort 50 Prozent der Anschaffungskosten. Zusätzlich stellt die AKS den städtischen Unternehmen weiterhin maximal 1000 Franken für die Firmenbeschriftung der Cargobikes zur Verfügung. 

Auch Innerschweizer Betriebe ausserhalb der Luzerner Stadtgrenzen gehen nicht leer aus: Sie können weiterhin von der bewährten Unterstützung der Stiftung im Programm «Clever Unterwegs» profitieren.

Grosses Potenzial für die Citylogistik der Zukunft

Die finanzielle Förderung ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Luzern. Ziel ist es, den wachsenden Wirtschaftsverkehr und klassische Lieferwagen-Fahrten klimafreundlicher, energieeffizienter und platzsparender zu organisieren.

Cargobikes spielen im dichten Stadtverkehr ihre Stärken voll aus:

  • Sie umgehen Staus.
  • Sie ersparen die lästige Parkplatzsuche.
  • Sie punkten durch deutlich geringere Anschaffungs- und Unterhaltskosten im Vergleich zu motorisierten Nutzfahrzeugen.
  • Sie erhöhen die zeitliche Planbarkeit von Einsätzen.

Dass diese Vorteile in der Praxis überzeugen, zeigte sich kürzlich am erstmaligen Netzwerkanlass «Stadtmobilität & Wirtschaftsverkehr» am 24. März 2026 in Luzern. Rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Verbänden tauschten sich dort aus. 

Das Fazit: Lastenvelos werden zunehmend zu einem zentralen Baustein moderner Unternehmensflotten. Betriebe, die bereits umgestiegen sind, berichten zudem von positiven Reaktionen der Kundschaft und Passanten.

 

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