Mit einer App finden Veloreisende die passende Unterkunft

Die Routenplaner-App Cyclebee zeigt Nutzerinnen und Nutzern seit kurzem Hotelleriebetriebe an, die besonders velofreundlich sind.

Frederic Härri, Redaktor (frederic.haerri@velojournal.ch)
26.10.2026

Wer eine Veloreise plant, muss neben der Route auch passende Übernachtungsmöglichkeiten finden. «Kann ich mein Velo sicher über Nacht abstellen? Gibt es eine Möglichkeit, mein E-Bike zu laden? Und bin ich auch für eine einzelne Nacht als Gast willkommen?», sagt Katharina Köglberger in einer Mitteilung. 

Köglberger ist Geschäftsführerin von Cyclebee. Die Velotouren-App zeigt Veloreisenden seit neuestem Unterkünfte an, die mit dem sogenannten Bett+Bike-Zertifikat ausgezeichnet sind. Das Zertifikat wird vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club ausgestellt. Rund 5900 Betriebe tragen das Siegel. Dazu gehören Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Campingplätze. Mit Bett+Bike Sport gibt es zudem ein Angebot für Rennvelo- und Mountainbike-Gäste. 

Unterkünfte müssen Anforderungen erfüllen 

Die zertifizierten Betriebe müssen bestimmte Anforderungen erfüllen. Dazu zählen beispielsweise sichere Abstellmöglichkeiten für Velos, Werkzeug für kleinere Reparaturen und Informationen zu Routen und Angeboten in der Umgebung. Cyclebee ist also als Reiseplaner für Radtouren und nicht als reines Werkzeug zur Routenberechnung zu verstehen. Neben der Etappenplanung können Nutzerinnen und Nutzer Informationen sammeln, ihre Reise vorbereiten und bestehende Pläne unterwegs anpassen. 

Abdeckung in der Schweiz noch gering 

Mit der Integration von Bett+Bike erscheinen zertifizierte Betriebe in den Unterkunftshinweisen der App und lassen sich entlang geplanter Etappen suchen. Nutzerinnen und Nutzer können sie in ihre Tour aufnehmen oder für später vormerken. Für die teilnehmenden Gastgeber entsteht dadurch ein zusätzlicher Kanal, über den sie Radreisende bei der Reiseplanung erreichen können. Nach Angaben des Unternehmens deckt die App rund 20 europäische Länder ab. Auch wenn das Angebot kontinuierlich weiter wächst, ist die Abdeckung für die Schweiz noch eher gering. In erster Linie richtet sich das Angebot für den Moment also noch an Schweizer Veloreisende, die im Ausland unterwegs sind.