Im tiefen Frankreich: Rennradtour von Clermont-Ferrand nach Nîmes

Und wieder führt die jährliche Velotour das Peloton über verschlungene Wege entlang des Zentralmassivs in das tiefe Frankreich. Start ist in Clermont-Ferrand, das Ziel Nîmes. Die Strecke führt durch mehrere Naturparks.

Pete Mijnssen, Chefredaktor (pete.mijnssen@velojournal.ch)
Reisen, 13.08.2025

Das Gruppetto ist am Vorabend aus verschiedenen Richtungen in Clermont-Ferrand eingetroffen. Die meisten sind per Zug aus der Schweiz angereist, Martin und Peter haben den Tourbus sicher von Wetzikon her gefahren und Raphael war von Zürich aus fünf Tage mit dem Velo unterwegs: Im Gepäck ein Reserveschaltauge an seinem revidierten Stevens-Rad. Letztes Jahr war es am ersten Tourtag gebrochen, ein Ersatz war nicht auffindbar. Die ganze Reise musste er mit dem Reservevelo absolvieren. Das soll ihm diesmal nicht passieren!

Wir beziehen unser Nachtquartier im Ibis-Hotel beim Bahnhof und ziehen danach in die Innenstadt für das Nachtessen. Clermont-Ferrand ist der Hauptort des französischen Départements Puy-de-Dôme, inmitten einer imposanten Vulkanlandschaft. Diese werden wir morgen per Rad erkunden. Als mittelgrosse Stadt mit knapp 150‘000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist sie berühmt für ihre gotische Kathedrale aus dunklem Vulkangestein, die markant aus dem Stadtbild heraussticht. Notre-Dame de l’Assomption wurde ab dem Jahr 1262 nach dem Vorbild gotischer Kathedralen der Île-de-France errichtet. Berühmt wurde Clermont-Ferrand auch als Ort der päpstlichen Synode, wo im November 1095 Papst Urban II zum Kreuzzug nach Jerusalem aufrief. 200 Jahre lang dauerte der Kampf um das Heilige Land. Das ist lange her. Im 2. Weltkrieg spielte die Stadt im Vichy-Regime zudem eine Rolle, Vichy selbst liegt 70 Kilometer entfernt.

Auf dem Heimweg passieren wir das imposante Gotteshaus vor dem riesigen Platz, wo sich an diesem Sommerabend viel Jungvolk in den rundherum liegenden Bars und Cafés amüsiert. Daran zeigt sich, dass Clermont-Ferrand auch eine pulsierende Universitäts-Stadt ist.

1.Tag: Aufwärmrunde um den Puy de Dôme

Heute gibt es eine gemütliche Einroll-Runde in der Vulkanlandschaft des Puy de Dôme. Das heisst: für die anderen. Ich setze mich heute ans Steuer unseres Begleitbusses und organisiere das Mittags-Picknick. Jeden Tag kommt ein anderer Kollege zum Zug. Für mich heisst das heute, den nächstgelegenen Carrefour-Supermarkt aufsuchen und einkaufen gehen. Und vor allem: lernen, die grosse Karre durch den Verkehr zu fahren! Im Supermarkt bin einmal mehr überwältigt von dem Angebot und summe leise vor mich «Lost in the Supermarket» von the Clash hin. Die «Carrefourisierung» hat auch ihre Schattenseiten, erzählt Beat, der oft in Südfrankreich weilt: Diese geht auf Kosten der kleinen Geschäfte, die nicht mehr mithalten können. Wir werden dies später auch noch merken.

Dank Navigationsgerät und dem Velospähertrupp finden wir einen schattigen Platz am Fluss, wo die hungrigen Mäuler gestopft werden. Das Wetter ist angenehm, sonnig und es weht ein kühles Lüftchen. Später fahren wir mit einer modernen Bahn aus dem Hause Stadlerrail auf den Puy de Dôme und sind beeindruckt von diesem Tourismus-Projekt.

Einzelne schielen auf die parallel geführte Strasse neben dem Trassee, die aber explizit für Velos gesperrt ist. Der Puy ist 1465 Meter hoch und damit der höchste Punkt der imposanten Vulkanlandschaft, die von oben wie ein surrealer Golfplatz aussieht. Wir sinnieren, inspiriert von Erich von Däniken, über eine mögliche Alien-Parallel-Welt und witzeln über Donald Trump. Tatsache ist, dass die Römer hier oben schon einen Tempel für den Gott Merkur errichtet hatten, von dem noch Überreste zu sehen sind.

Später beugen wir uns im Hotel über unsere Handys und können kaum glauben, dass bis am Abend die Temperatur um 13 Grad fallen wird: von 28 auf noch 15 Grad! Eine Kaltfront ist im Anzug, deren Auswirkungen wir in den nächsten Tagen noch spüren werden. Doch dazu später.

2. Tag: Auf Tour-de-France-Terrain von Orcines nach Besse

Wie vorausgesagt ist es heute deutlich kühler. Aber es bleibt vorläufig beim angenehmen Radler-Wetter. Die Landschaft wird hügeliger, wir befinden uns nun teilweise auf Tour-de-France-Terrain. Vielerorts sind Vorankündigungen zu sehen, oft wurde der Belag präpariert.

Wir sind in bester Prolog-Stimmung und fahren durch eine Landschaft, die an Schottland erinnert. Auf dem Col de la Croix-Morand, wo eine Woche später eine Tour-de-France-Etappe durchführen wird, bin ich offenbar so beflügelt, dass ich meine Kollegen auf dem Pass glatt verpasse und alleine ins Tal rausche. Dank Handy und Standort-Meldung treffen wir uns dort wieder. Es wird kälter und es hat zu regnen begonnen.

In Besse logieren wir in einem Seminar-Hotel, das zur Best-Western Kette gehört. Kurz vor der Pandemie eröffnet, scheint es auch heute nicht so recht in Schwung gekommen zu sein. Alles wirkt etwas überdimensioniert.

Dafür ist das Essen im pittoresken Besse ganz nach unserem Geschmack: gute Portionen zu sehr anständigen Preisen. Und zum Abschluss stellt uns die Wirtin noch eine grosse Käseplatte plus Dessert hin! Wir sind frei, davon so viel zu nehmen, wie wir wollen. Gut genährt nehmen wir den Verdauungs-Marsch zum Hotel unter die Füsse. Wir werden diese Kalorien morgen gut gebrauchen können. Das alles wissen wir aber noch gar nicht.

3. Tag: Durch Kälte und Regen

Kurz nach unserem Start ins Ski-Gebiet von Super-Besse beginnt es zu regnen. Leider stimmt uns der Regenbogen, den Beat noch fotografiert hatte, etwas gar optimistisch: es wird nässer und nässer – kälter und kälter.

Der Velocomputer zeigt gerade noch 8,5 Grad an. Wir ziehen alles an, was wir dabeihaben. Regensachen hatte ich zwar eingepackt, aber nie mit diesen Temperataturen gerechnet. Dumm gelaufen. Der Wunsch nach einem wärmenden Kaffee und Croissants bleibt unerfüllt. Ich verfluche zum zweiten Mal nach der letztjährigen Route-des-Grandes-Alpes-Tour die Tatsache, dass ich wie am Izoard-Pass an meinem Renner keine Scheibenbremsen habe.

Im Regen und beim Abwärtsfahren fehlt mir der Grip – die Hände sind klamm vor Kälte. Wir passieren in der spärlich besiedelten Umgebung Dörfer ohne Bar, ohne Boulangerie und schon gar keinem Restaurant. Auch das ist Frankreich und heute besonders trist.

Erst viel weiter finden wir ein Lokal, das uns etwas Warmes bietet. Gerne nehmen wir heute eine heisse Schokolade und auch noch eine zweite.

Entgegen unserer Tradition gehen wir in Bort-les-Orges über Mittag in ein Restaurant, um uns aufzuwärmen. Das feine Mittagessen, das Christian in Besse auf dem Markt eingekauft hatte, muss warten. Die Rast kommt nicht zuletzt gelegen, weil Beat kurz vorher noch eine Reifenpanne eingefangen hat.

Die Kälte hat mir zugesetzt, ich habe Bauchgrimmen, besorge mir in der Apotheke ein Mittel und fahre auf dem Beifahrersitz ins Hotel nach Mauriac. Das übrige Gruppetto kommt zügig schnell nach. Die Truppe hat dank Komoot einen bequemen Veloweg abseits der Strasse gefunden.

Unser Hotel ist ein typisches, familiengeführtes Dreistern-Hotel mit einem eigenwilligen Chef, der ungefragt seine Meinung zu allem kundtut und in der Bar raucht. C’est la France! Das Hotel wurde mit relativ wenig Mitteln renoviert und glänzt mit einer ausgezeichneten Küche. Wir haben also wieder einmal Glück, denn der Ort bietet ausser drei Apotheken – wohl für die alternde Einwohnerschaft – wenig kulinarische Alternativen. Zudem bleibt auch hier an einem Montag vieles geschlossen.

4.Tag: Von Maurillac nach Aurillac

Das Wetter hat sich merklich gebessert, meine Magenverstimmung auch. Zuerst fahren wir auf einer weiteren versteckten, um nicht zu sagen verwunschenen Strasse, die Dani für uns herausgesucht hat. Kilometerlang durch ein Seitental, ohne Verkehr. So verwunschen, dass Christian die Abzweigung verpasst. In Salers treffen wir uns wieder zum Kaffee.

Noch liegen mit dem Pas de Peyrol (1589 m) etliche Kilometer und Steigungen vor uns. Er ist der höchste «echte» Strassenpass im Zentralmassiv, lese ich auf Wikipedia. Der 20 Kilometer lange Aufstieg verzeichnet zwar nur eine durchschnittliche Steigung von 3,2 %, aber die letzten Kilometer haben es mit 10 % und mehr in sich. Die Strasse ist mit vielen Slogans und Helden-Namen versehen. Etwa von dem aus der Auvergne stammenden Romain Bardet. Noch letztes Jahr konnte sich der Lokalmatador das gelbe Tricot an der Tour überziehen, bevor er es an Tadej Pogačar weiterreichen musste. Nach der diesjährigem Critérium du Dauphiné beendete er seine Radsportkarriere.

Wir geniessen die lange Abfahrt und im Tal unten endlich die Leckereien, die Christian am Vortag auf dem Markt in Besse eingekauft hatte. Der gedeckte Apfelkuchen ist so schnell weg wie aufgetischt. In Aurillac kommen wir etwas näher an den Tourismusstrom. Dennoch geht es noch immer noch entspannt zu und her, zumal die grossen Ferien ja noch nicht begonnen haben.

Später lese ich, dass Marie Marvingt 1875 hier geboren wurde. Die Ausnahmesportlerin soll 1908 inoffiziell an der Frankreichrundfahrt teilgenommen haben. Bestätigt und belegt ist das aber nicht, da die Unterlagen in ihrem Privatarchiv offenbar vernichtet wurden. Im Gegensatz zur Geschichte von Alfonsina Strada, die bekannt und auch in Buchform veröffentlicht wurde. Belegt ist hingegen, dass Marvingt noch im hohen Alter Rad fuhr. Um mehr Licht ins Leben dieser aussergewöhnlichen Frau zu bringen, hat die Stadt Nancy kürzlich ein Stipendium ausgeschrieben. Man darf gespannt sein.

5. Tag: Auf den Spuren glücklicher Rinder

Raphael hatte in unserem Stadthotel am Stadtrand besonderen Besuch. Am frühen Morgen wurde er von Elsterngeschrei geweckt.

Als er nachasah, hockte ein Käuzchen auf dem Fenstersims und liess sich gar nicht beeeindrucken.

Wir sind nun im Aubrac, einer weiteren Kulturlandschaft im südwestlichen Zentralmassiv und fahren auf der Route des Fromages.

Dementsprechend präsentiert sich die Landschaft auch: viel extensive Viehwirtschaft, Herden mit Muttertieren und Stieren im gleichen weiten Gehege. Veterinär Res hat viele Details zur Aubrac-Rasse parat und ist ganz in seinem Metier.

Die Landschaft ist einmal mehr atemberaubend und hinter jeder Hügelkuppe tut sich eine neue Perspektive auf. Irgendwie wie der Jura, nur mit viel weiterem Horizont.

In Mur-de-Barrez, wo wir für Kaffee und Croissant anhalten, ist das Städtchen reich geschmückt. Die Familie von Albert II., Fürst von Monaco wird am Nachmittag erwartet. Sie ist Schutzpatronin des Ortes und hat Besitztümer in der Gegend. Wir aber müssen weiter.

Unser heutiges Hotel ist in Nasbinal, das auch auf der Jakobsweg-Route liegt. Dementsprechend voll ist das Restaurant, aber das Personal hat die Meute gut im Griff, auch das Velo-Peloton. Als Spezialmenü gibt es heute L’Aligot, eine Mischung aus Fondue und Kartoffelstock, das uns virtuos aus der Pfanne serviert wird.

6. Tag: Wellblech und rauschende Abfahrten

Gut an warmen Tagen ist, wenn der Startort etwas in der Höhe liegt. So auch heute: Zuerst gehts angenehm kühl ein paar Hundert Meter auf knapp 1600 Meter hoch, bevor wir anschliessend fast 1000 Höhenmeter «vernichten». Wir sind nun im Herzen des Cevennen-Nationalparks. Er umfasst ein Gebiet mit der Fläche von 912 Quadratkilometern und liegt in den Départements Lozère und Gard.

Wir folgen der Route weiter auf «Wellblech», es geht mal rauf und runter. Am Schluss steht eine rasante und spektakuläre Abfahrt in die Tarn-Schlucht an. Der Fluss Tarn bildete hier eine faszinierende Landschaft aus Kalkstein und Mergel. Das geschichtete Gestein wurde in mehreren Lagen horizontal ausgewaschen. Heute ist das 35 Kilometer lange Tal eine beliebte Kletter- und Wassersportdestination. 

In der Talschlucht ist es erstmals richtig heiss und wir sehen viele Menschen beim Kanufahren. Auch wir benutzen die Gelegenheit, nachdem wir die Velos verstaut haben, um im kühlen Tarn erstmals ein Bad zu geniessen.

Das abendliche Essen im lauschigen Schlossgarten des Manoir de Montesquiou schmeckt ausgezeichnet. Gegenüber liegt die «Wand», an der wir uns morgen dann abarbeiten können. Aber heute ist heute und morgen ist morgen.

7. Tag: Angekommen im Süden

Ein weiterer schöner und heisser Tag kündigt sich an. Zum Glück klettern wir die ersten paar Hundert Meter im Schatten und weiter oben weht schon wieder ein kühlendes Lüftchen. Mit unseren Velos sind wir deutlich besser dran als ein Wohnmobil-Fahrer, der ob der Haarnadelkurven entnervt umkehrt. Auf dem Plateau angekommen tut sich uns einmal mehr eine weite Landschaft auf. Wunderbar idyllisch, viele Menschen arbeiten hier wohl im Tourismussektor. Das zumindest nehmen wir an, so wie wir im Gegenverkehr die gestressten Autofahrerinnen und -fahrer erleben, die wohl zur Arbeit pendeln.

Wir aber gondeln weiter in dieser verlorenen Landschaft, die mich an Jimmy Webbs/Glen Campbells Wichita Lineman erinnert: «I‘m a Lineman for the County and I drive the Mainroad». Der einsame Telegrafenmann muss den Horizont absuchen und kontrollieren, ob die Leitung noch funktioniert. Das müssen wir zum Glück nicht, aber die Telefonmasten stehen etwa gleich schief, wie im Lied.

In Ganges übernachten wir in einem Logis-de-France-Hotel. Am Abend besuchen wir die Chilbi und erleben hautnah das Dorfleben. Viele Häuser sehen von aussen renovationsbedürftig aus. Davon sollte man sich aber nicht zu stark beeinflussen lassen, wird mir erklärt. Innen sehe es oft viel gepflegter aus.

8. Tag: Schlussetappe nach Nîmes

Die letzten 90 Kilometer versprechen leichtes Rollen, nachdem die ersten 20 noch etwas aufwärts führten. Dennoch ist es wie immer ein Auf und Ab und wir geniessen das Spiel der letzten Aufwärtshöhenmeter im Bewusstsein, dass es dann immer wieder runter geht.

In Aigremont steht ein letztes Mal der «Tourbus» bereit mit dem Lunch. Heute muss alles weg! Mit vollem Bauch rollen wir weiter und wie immer zieht sich die Zeit zum Endziel dahin – auch wenn Google und andere digitale Zauberprogramme etwas anderes behaupten.

Wir finden dank Martins unbeirrbarer Spürnase und Danis Routenführung gut durch das städtische Wirrwarr. Wie immer gibt es am Schluss von ihm noch ein Schmankerl für uns: eine kurze, saftige Steigung von über 15%! Aber die Abkürzung hat sich gelohnt. Unvermittelt fahren wir am alten Amphitheater vorbei und kommen uns plötzlich auch etwas «römisch» vor.

Nîmes hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich und spielte immer eine wichtige Rolle als Handelsort. Im zweiten Weltkrieg war die Stadt ein Stützpunkt des Vichy-Regimes mit berüchtigten Internierungslagern, aber auch einer aktiven Résistance-Bewegung. Im Mai 1944 wurde die Stadt bombardiert, bevor sie im August von den Alliierten befreit wurde.

Heute zieht sie dank ihrer Geschichte und moderner Architektur Touristenströme aus aller Welt an. Darunter liegt aber eine brüchige Realität, wie Beat weiss. Jungendarbeitslosigkeit und Bandenkriminalität sind präsent. Wir aber kommen gut im Hotel an, verladen die Velos in den Bus und sind froh, dass die Tour für alle heil verlaufen ist.

Vor unserem Abschlussessen geniessen wir noch eine kurze Führung durch die Innenstadt, bevor wir es uns gegenüber dem Amphitheater noch einmal kulinarisch gut gehen lassen. Wir hören, wie im Theater das populäre Rapduo Ninho&Niska (Coco) die Massen begeistert. Auf dem Rückweg reihen wir uns bei den Konzertbesuchern ein und erfahren von einem weiblichen Fan, dass sie heute 450 Kilometer weit gefahren ist, um die Gruppe zu sehen. Wir waren eine Woche für knapp 800 Kilometer Strecke unterwegs. Jedem das seine.

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