Merida «Mission»: Aero-Gravelbike für den Renneinsatz
Merida «Mission»: Aero-Gravelbike für den Renneinsatz
Merida ergänzt das Gravel-Sortiment um das «Mission»: ein schnelles, rennorientiertes Bike, das auf Aerodynamik und Agilität setzt. Mit straffer Geometrie ist es der Gegenentwurf zum tourentauglichen «Silex».
Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
12.11.2025
Vor zwei Jahren präsentierte Merida die zweite Generation der Gravel-Plattform «Silex». Nun schiebt die Nummer zwei unter Taiwans Veloproduzenten mit dem «Mission» eine sportlichere Baureihe mit angeschärfter Geometrie nach. (Fotos: ZVG)
Merida ergänzt das Gravel-Sortiment um die Mission-Plattform: ein schnelles, rennorientiertes Bike, das auf Aerodynamik und Agilität setzt. Mit straffer Geometrie, Carbon-Rahmen, internem G.U.T.-Staufach und bis zu 40 mm Reifenfreiheit ist es der Gegenentwurf zum tourentauglichen Silex.
Die Vorstellungen darüber, was ein Gravelbike auszeichnet und was es können muss, gehen weit auseinander: Die einen wollen keine spürbaren Abstriche auf Asphalt, aber dennoch die Freiheit, auch unbefestigte Routen fahren zu können.
Andere legen Wert auf viele Ösen und Gewinde, um Gepäck und Zubehör für Bikepackingtouren anbringen zu können. Nochmals andere suchen auch mit dem Gravelbike die Grenzen des Fahrbaren und montieren darum möglichst breite Reifen und vielleicht gar eine Federgabel.
Mit dem «Silex» hatte Merida bisher eine Gravel-Plattform im Sortiment, die mit ihrem Fokus auf Komfort und Stabilität eher in Richtung Tourentauglichkeit optimiert war und über Reserven für gröberes Geläuf verfügte.
Beim Top-Modell «Mission 10K» kommen nur die feinsten Komponenten und Teile zum Zug, was das Gewicht auf 7,6 kg senkt.
Gravelbikes für Sportliche
Darum erweitert Merida das Gravel-Sortiment für 2026 um die sportliche «Mission»-Plattform. Das Ziel der Entwickler war ein Gravelbike für eine schnelle Gangart auf jedem Untergrund.
Bei der Reifenfreiheit von maximal 40 mm reiht sich das «Mission» zwischen den bestehenden Baureihen «Scultura Endurance» und «Silex» ein. Dazu kommt ein Fokus auf die Aerodynamik, was sich an den Rohrquerschnitten des Rahmens und dem einteiligen «Team SL Gr1p Carbon»-Cockpit zeigt.
Ein Blick auf die Geometriedaten offenbart: Das tiefere Tretlager sorgt für Stabilität und Kontrolle, der moderate Reach und kürzere Kettenstreben für die nötige Agilität, das kürzere Steuerrohr für eine rennorientierte Sitzposition.
Die betont schlanke Silhouette des «Mission» Gravelbikes verspricht aerodynamische Vorteile, die Tasche im «G.U.T.»-Staufach verhindert störendes Klappern und Klackern.
Wenig Ösen für Gepäck dafür Staufach im Unterrohr
Als für Renneinsätze optimiertes Gravelbike macht das «Mission» Abstriche bei den Ösen und Gewinden für Gepäck und Zubehör. Stattdessen lassen sich Werkzeug und Ersatzteile im Unterrohr unterbringen - im «G.U.T.»-Staufach mit Fidlock-Verschluss samt speziell angefertigter Tasche.
Die «Mission»-Baureihe kommt ausschliesslich mit Rahmen und Gabel aus Carbon auf den Markt, wobei das Topmodell «Mission 10K» mit Srams «RED XPLR»-Gruppe und Zipps «303 XPLR SW»-Laufrädern nur 7,6 kg auf die Waage bringt.
In der Schweiz kommen nur die drei Modelle mit Einfach-Antrieben von Sram sowie das Rahmenkit offiziell auf den Markt, nicht aber die beiden Modelle mit Umwerfer und «GRX»-Gruppen von Shimano.
Vor zwei Jahren wurde Matej Mohoric Gravel-Weltmeister auf einem Prototyp von Meridas neuem «Silex» Gravelbike. Vor drei Wochen holte er auf dem neuen «Mission» WM-Bronze. (Foto: Sprint Cycling Agency)
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