Einsprachen gegen Rad- und Para-Cycling-WM abgewiesen

Im September 2024 findet in Zürich die Rad- und Para-Cycling-WM statt. Der Stadtrat hat nun einen grossen Teil der Einsprachen gegen die damit verbundenen Strassensperren abgewiesen.

Julie Nielsen, Redaktorin (julie.nielsen@velojournal.ch)
News, 20.07.2023

Die UCI-Rad-Weltmeisterschaften finden nach 1923, 1929 und 1946 zum vierten Mal in Zürich statt. Während neun Tagen werden über 50 Rennen ausgetragen, von denen alle im Herzen der Stadt Zürich auf dem Sechseläutenplatz enden. Das hat für einzelne Quartiere einschneidende Konsequenzen. Stark frequentierte Strassen sind jeweils zwischen 5 und 19 Uhr gesperrt. Gegen die für den Grossanlass notwendigen Strassensperren wurden 68 Einsprachen erhoben.

Einige Einsprachen heisst der Stadtrat teilweise gut, denn die Stadt hat eine Reihe von Massnahmen vorgesehen, die der besseren Erreichbarkeit dienen. Ein Grossteil wurde aber abgewiesen. Der Stadtrat schreibt in einer Medienmitteilung: «Die verfügten, zeitlich begrenzten Verkehrsanordnungen dienen der geordneten und sicheren Durchführung der Rennen.» Zudem seien die Verkehrsanordnungen für den Stadtrat verhältnismässig, da sie den Verkehr nur so lange und soweit einschränken wie nötig.

Spitäler bangen um Patientensicherheit


Nebst betroffenen Gewerblern setzen sich mit dem Zürcher Kinderspital, der Klinik Hirslanden und dem Spital Zollikerberg gleich mehrere Krankenhäuser zur Wehr. Sie sind besorgt, dass die Patientinnen und Patienten aufgrund der Verkehrseinschränkungen Nachteile erleiden könnten. Besonders der Stiftungsratspräsident des Kinderspitals, Martin Vollenwyder befürchtet grosse Einschränkungen was die Zufahrt für Notfälle betrifft. Denn viele Eltern würden ihre Kinder mit dem Auto in den Notfall bringen. Ähnlich geht es dem Spital Zollikerberg. Auch dort hat man grosse Bedenken bezüglich der Patientensicherheit. Auch der in Witikon wohnhafte ehemalige Stadtrat und bekennende Velofan Richard Wolff soll eine Einsprache eingelegt haben, wie die NZZ von einer gutunterrichteten Quelle zu wissen weiss. Wolff will dies weder bestätigen noch dementieren.

Das Organisationskomitee ist guter Dinge


Wenig besorgt ist hingegen das Organisationskomitee des Anlasses. Trotz der Einsprachen macht man sich keine Sorgen darüber, dass der Anlass gefährdet ist. Man sei in konstruktivem Kontakt mit den öffentlichen Einrichtungen. Der Kommunikationsverantwortliche Andreas Herren ist optimistisch. «Wir sind zuversichtlich, dass wir bis zum Ende der Sommerferien für alle Situationen Lösungen gefunden oder weitgehend aufgegleist haben.»

 

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