Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
News,
06.10.2022
Dirk Leonhardt und sein Team haben einen neuen Weltrekord im Unterwasser-Cycling aufgestellt. In 24 Stunden «radelten» sie mehr als 133 Kilometer in vier Metern Tiefe.
Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
News,
06.10.2022
Bei Weltrekorden gilt: Es gibt nichts, was es nicht gibt. So ist es nicht erstaunlich, dass es auch Rekorde im Unterwasser-Cycling, also dem Velofahren unter der Wasseroberfläche gibt.
Am 3. Oktober hat das deutsche «Tria-Team Bruchköbel» um Dirk Leonhardt eine neue Bestleistung aufgestellt. Die Zehnerequipe fuhr innerhalb von 24 Stunden insgesamt 133,933 Kilometer weit. «Fahren» ist dabei nicht wortwörtlich zu verstehen.
Bei Unterwasser-Cycling sitzen die Teilnehmenden ausgerüstet mit Taucherausrüstung auf einem Ergometer. Die getretenen Pedalumdrehungen werden in ein Entfernungsäquivalent umrechnet. Nach diesem wird der Rekordversuch dann bewertet.
Im Becken des Hallenbads Bruchköbel pedalten die Athletinnen und Athleten des «Tria-Teams» zu Weltrekord unter Wasser. (Foto: Beate Sonnet-Reinecker)
Einfach ist das Radfahren unter Wasser nicht. Der Widerstand beim Pedalieren ist hoch und eine Übersetzung am Unterwasser-Velo gibt es nicht. Für den Rekord benötigten die Teilnehmenden darum viel Luft.
Während der Rekordfahrt wurden die Sauerstoffflachen immer wieder ausgewechselt. Über ihre Atemgeräte verbrauchten die tauchenden Triathleten rund 150'000 Liter Luft.
Ein Team von Helferinnen und Helfern war darum damit beschäftigt, die leeren Sauerstoffflaschen unermüdlich aufzufüllen.
Die sportlichen Taucherinnen und Taucher holten im Oktober den Weltrekord nach Deutschland zurück. Im April dieses Jahres hatte ein österreichisches Team in Wien die Bestleistung auf 123,15 Kilometer hochgeschraubt. Das deutsche Team verbesserte diesen Rekord nun nochmals um gut zehn Kilometer.
Gleichzeitig diente das Vorhaben auch dem guten Zweck. «Mit dem erfolgreichen Weltrekordversuch sammelten die Initiatoren Spenden für den Verein ‘LaLeLu’, der sich für Familien mit unheilbar kranken Kindern engagiert», heisst es in einer Pressemitteilung.
So sieht es aus, wenn die Athletinnen und Athleten im Schwimmbecken Velofahren.

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