Julie Nielsen,
Redaktorin
(julie.nielsen@velojournal.ch)
News,
01.04.2022
Wer zwischen Frühling und Herbst häufig das Velo nutzt, trotzt häufig auch dem Winter. Allerdings hat die Zufriedenheit mit der Veloinfrastruktur einen wesentlichen Einfluss.
Julie Nielsen,
Redaktorin
(julie.nielsen@velojournal.ch)
News,
01.04.2022
Eine Studie der Hochschule Luzern (HSLU) in Zusammenarbeit mit Pro Velo zeigt, dass drei Viertel aller Pendlerinnen und Pendler, die täglich oder mehrmals wöchentlich das Velo nutzen, das auch im Winter tun. Für die Untersuchung wurde eine Umfrage der Veloförderaktion «Bike to Work» verwendet. Von den mehr als 11'000 Personen, die an der Umfrage teilgenommen haben, fahren 88 % zwischen Frühling und Herbst täglich oder mehrmals wöchentlich mit dem Velo zur Arbeit oder zum Ausbildungsplatz. Im Winter sinkt der Anteil auf 65 %. Das bedeutet aber dennoch, dass fast 3 von 4 Personen auch im Winter Velo fahren.
Die Resultate der Umfrage bestätigen laut Mai Mai Poffet, der Co-Projektverantwortlichen bei «Bike to Work», dass das Velofahren im Alltag mit gezielten Massnahmen effizient gefördert werden kann. Denn für die Teilnehmerinnen von «Bike to Work» stehen sowohl der gesundheitliche Aspekt als auch die umweltfreundliche Mobilität im Vordergrund. Zudem ist man mit dem Velo auf kürzeren Strecken oft schneller als mit dem ÖV oder dem Auto.
«Tatsächlich zeigt unsere Studie, dass das Steigerungspotential für den Veloverkehr im Winter in der Schweiz gross ist», sagt Co-Studienleiter Marcel Zbinden. Mit einer Veloförderaktion wie «Bike to Work», die im Winter stattfindet, könnten weitere Anreize geschaffen werden. Auf diesem Weg könnten noch mehr Personen das Velo als wintertaugliches Verkehrsmittel entdecken.
Die Studie der HSLU ergab zudem, dass von Unternehmen offerierte zusätzliche Ferientage, ein wettbewerbsähnlicher Aspekt oder monetäre Vorteile die Motivation erhöhen, das Velo zu benützen.
Aber: «Um dieses Potential auszuschöpfen, scheint eine gute Veloinfrastruktur bestehend aus sicheren Velowegen und genügend Parkplätzen jedoch unabdingbar,» meint Zbinden. «Die Zufriedenheit mit der Infrastruktur ist laut unserer Umfrage generell tief, was sich insbesondere auf das Velofahren, bzw. Nicht-Velofahren im Winter auswirkt.»

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