Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
10.11.2021
Die UN-Klimakonferenz COP26 tagt in Glasgow. Namhafte Exponenten der Veloindustrie haben einen offenen Brief an die Teilnehmenden gerichtet. Darin fordern sie höhere Investitionen in die Velo-Infrastruktur.
Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
10.11.2021
Vom 31. Oktober bis zum 12. November treffen sich Staatschefs und Minister verschiedenster Länder in Glasgow an der 26. UN-Konferenz zum Klimawandel (kurz: COP26). Dort diskutieren sie darüber, wie sich die Klimaerwärmung bremsen liesse.
Diese Gelegenheit hat eine Gruppe von Entscheidungsträgern aus der Veloindustrie unter Leitung von Shift Cycling Culture genutzt, um die Politiker an die im Pariser Klima-Abkommen formulierten Zielvorgaben bezüglich der Reduktion von Treibhausgasen zu erinnern und nachdrücklich auf die Gefahren und Folgekosten eines ungebremsten Klimawandels hinzuweisen – und auf die mögliche Rolle des Velos als Alternative ohne Abgase für kürzere Distanzen.
Auch die Administration in der Firmenzentrale belastet die Umwelt. Wie man bei Neubauten massiv Energie (und Betriebskosten) sparen kann, zeigt Riese & Müller seit Jahren. (Foto: ZVG)
Im offenen Brief wird gefordert, die Velo-Infrastruktur auszubauen und so die Dominanz von Kraftfahrzeugen im Stadtverkehr zu mindern. Zugleich rufen die Entscheidungsträger aus der Fahrradbranche auch Zulieferer und Mitbewerber dazu auf, das eigene Unternehmen zu analysieren und wo immer möglich weniger Umwelt belastend zu gestalten.
Dabei sei die gesamte Zulieferkette gefragt, weil beim Velo der grösste Teil der Umweltbelastung im Zuge der Produktion anfalle. Hier sei die Industrie selbst gefordert, den Ausstoss von Abgasen und Schadstoffen zu reduzieren, Produkte mit längerer Lebenserwartung auf den Markt zu bringen und die Kreislaufwirtschaft voran zu treiben, steht im offenen Brief.
Diese Topshots gehören zu den Erstunterzeichnern der Klima-Verpflichtung. Weitere Entscheidungsträger aus der Industrie werden zur Teilnahme aufgerufen. (Foto: ZVG)
Um diese Ziele zu erreichen, verpflichten sich die Entscheidungsträger dazu, in ihren Unternehmen gewisse Massnahmen umzusetzen. Dazu zählen die exakte Erfassung der im Zuge der Produktion frei gesetzten Treibhausgase und ein verbindlicher Fahrplan zu deren Reduktion um 55 Prozent bis ins Jahr 2030.
Zu den Unterzeichnern des offenen Briefs gehören BMC-CEO David Zurcher, Riese&Müller-CEO Sandra Wolf, Schwalbe-CEO Frank Bohle und Specialized-Boss Mike Sinyard. Weitere Manager sind aufgerufen, sich per Unterschrift dem offenen Brief und der Klima-Verpflichtung der Branche anzuschliessen.

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