Die Plattform buycycle.com hat einen Vergleich erstellt, der zeigt, wie teuer Velofahrende ihre Verkehrssünden im europaweiten Vergleich zu stehen kommen. Verglichen wurden dabei das Fahren ohne Licht, das Missachten eines roten Lichtsignals, die Handynutzung während der Fahrt sowie Velofahren im Fahrverbot.
Basierend auf einer Umfrage von Eurobarometer wurden 20 europäische Hauptstädte ausgewählt. Um ein akkurates Ranking erstellen zu können, wurden nur die Städte berücksichtigt, bei denen ausreichend Datenmaterial zur Verfügung stand.
Das Ranking wurde anhand von Punkten erstellt. Jeder Stadt wurde pro Kategorie ein Punktwert zwischen 0 und 100 zugeteilt. Dafür und für das Einordnen im Gesamtranking wurde eine spezielle Formel verwendet.
Madrid büsst Velofahrende am stärksten
Die Auswertung zeigt, dass in Madrid Verkehrssünder und Verkehrssünderinnen insgesamt mit den höchsten Bussen rechnen müssen. Zwischen 100 und 200 Euro kostet eine Übertretung. Geschlagen wird die 200-Eurobusse fürs Fahren ohne Licht oder die Handynutzung nur von den 700 beziehungsweise 600 Euro, die fällig werden, wenn man in Athen oder Rom bei Rot über die Strasse fährt.
Auch die Schweiz hat es in die Übersicht geschafft. Die Stadt rangiert demnach auf Platz 15, was die Bussenhöhe betrifft. Allerdings decken sich die Angaben der Plattform nicht mit den offiziellen Ordnungsbussen der Schweiz. Dennoch lässt sich sagen, dass man als Velofahrerin oder Velofahrer hierzulande vergleichsweise gut davonkommt.
Verkehrssünden auf dem Sattel werden je nach Vergehen mit 40 (Velofahren auf dem Trottoir) bis 60 Franken (Missachten des Rotlichts) gebüsst. Nur in den deutschsprachigen Nachbarländern sowie Irland und Finnland kommt man noch günstiger davon.







