Velo- und Busspuren sollen kombiniert werden

Der Bundesrat will den Langsamverkehr in Städten höher priorisieren und schlägt deshalb zahlreiche Massnahmen vor. So soll etwa überprüft werden, Busspuren generell für den Veloverkehr zu öffnen.

Julie Nielsen, Redaktorin

Julie Nielsen, Redaktorin (julie.nielsen@velojournal.ch)
News, 25.01.2022

Der Bundesrat sieht viel Potenzial darin, den Langsamverkehr attraktiver zu gestalten und schlägt vor, gewisse Verkehrsflächen dynamisch zu regeln. Eine Möglichkeit wäre laut der Landesregierung, die Fahrstreifen je nach Tageszeit verschiedenen Verkehrsmitteln zuzuteilen. Oder, dass Busstreifen prinzipiell auch von Velos und E-Bikes befahren werden dürften. Zurzeit ist das nur dann gestattet, wenn dies auf einem Piktogramm angegeben ist.

Zwar ersetzen Busstreifenkeine abgetrennten Velowege, aber dass das Konzept durchwegs Potenzial hat, zeigt zum Beispiel St. Gallen. Die Ostschweizer Stadt hat bereits vor 10 Jahren überprüfen lassen, wo je nach Busspurbreite, Gefälle oder Steigung eine Kombination aus Velo- und Busspur problemlos umsetzbar ist.

Dank geöffneter Busspuren und ergänzenden Velostreifen ist in den letzten Jahren auf den geradlinig ins Zentrum führenden Hauptverkehrsachsen eine durchgängige funktionierende Veloinfrastruktur entstanden.

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