Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
09.09.2021
Der Rucksack- und Protektorenhersteller Evoc hat an der IAA Mobility in München einen neuen Rucksack mit Airbag präsentiert. Dieser soll Personen auf dem Velo bei Stürzen umfassend schützen.
Laurens van Rooijen,
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(lvr@cyclinfo.ch)
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09.09.2021
Von aussen ist nicht zu erkennen, dass dieser Rucksack mit einem Airbag ausgestattet ist. (Foto: ZVG)
Bisher gab es nur eine Art von Airbag für Velofahrende: Den Airbag-Helm von Hövding. Das wird sich dank Evoc schon bald ändern, denn der Spezialist für Rucksäcke mit integrierten Rückenprotektoren zeigt im Rahmen der diese Woche stattfindenden IAA Mobility-Messe in München einen ersten Prototyp eines Airbag-Rucksacks.
Mit dem «Commute A.I.R. Pro 18» als technologischem Flaggschiff will Evoc ab dem Modelljahr 2023 erstmals eine dezidierte «Commuting Capsule Collection» anbieten, die speziell auf die Bedürfnisse Velopendlerinnen und -pendlern ausgerichtet ist. Darum dürfen Details wie ein gepolstertes Laptopfach, Handy- und Brillen-Fächer sowie weitere Feinunterteilungen nicht fehlen.
Der Grund für die Entwicklung des ersten ABS-Rucksacks fürs Velo ist laut Evoc, dass seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie deutlich mehr Menschen auf das Velo als Transportmittel setzen und ein steigender Prozentsatz dabei mit E-Bikes unterwegs sei.
Wegen der schlechten Infrastruktur halte die Angst vor Unfällen aber immer noch viele Personen vom Umstieg aufs Velo ab, so Evoc. Um noch mehr Menschen aufs Velo zu bringen, wolle man das Pendeln mit den Produkten der «Commuting Capsule Collection» sicherer und komfortabler gestalten.
Konkret steckt im «Commute A.I.R. Pro 18» nicht nur ein binnen 0.2 Sekunden per E-Zünder auslösender Airbag mit 18 Litern Volumen, sondern auch ein «Liteshield Plus»-Rückenprotektor.
Von aussen ist nicht zu erkennen, dass dieser Rucksack mit einem Airbag ausgestattet ist. (Foto: ZVG)
Bei der Entwicklung des «Commute A.I.R. Pro 18» hat Evoc mit verschiedenen Partnern kooperiert. Der eigentliche Airbag wurde in Zusammenarbeit mit dem Airbag-Spezialisten Minerva-AS rund um einen Rucksack und die Position auf dem Velo entwickelt. A
ktiviert wird das System, indem man die zusammen mit Fidlock entwickelte Magnetschnalle am Brustgurt schliesst. Die Sensorik analysiert bis zu 1100 mal pro Sekunde Position und Lage des Rucksacks und löst den Airbag aus, wenn die Bedingungen dafür erfüllt sind. Im Falle eines Sturzes sollen die auf Velofahrende einwirkenden Kräfte und die Bremsbeschleunigung um bis zu 80 Prozent reduziert werden.

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