Stadt Zürich hat grosse Pläne fürs Velo

Das Tiefbauamt der Stadt Zürich bearbeitet 2023 gut 500 Projekte, von denen 120 dieses Jahr mit dem Bau starten. Viele dieser Bauvorhaben sind zugunsten des Velo- und Langsamverkehrs geplant.

Julie Nielsen, Redaktorin (julie.nielsen@velojournal.ch)
News, 14.02.2023

Die Vorsteherin des Tiefbau und Entsorgungsdepartments der Stadt Zürich, Stadträtin Simone Brander zeigte an der Jahresmedienkonferenz auf, wie ihr Amt zu einer klimaneutralen Stadt beträgt. «Dafür müssen wir den Strassenraum noch stärker umverteilen: zugunsten des Fuss- und Veloverkehrs sowie zusätzlicher Bäume», so Brander.

Weniger blaue Zone für mehr grüne Bäume

Gemäss der Dachstrategie «Stadtraum und Mobilität 2040» liegt der Fokus der zukünftigen Bauprojekte auf der Förderung des Velo-, des Fuss- und des öffentlichen Verkehrs. Abgesehen davon sollen mehr Bäume gepflanzt werden, um die Hitze zu mindern und Flächen zu entsiegeln. Dafür müssen auch Blaue-Zone-Parkplätze weichen. Brander findet dafür deutliche Worte: «Autos sollen auf Privatgrund abgestellt werden, wie dies das kantonale Planungs- und Baugesetz vorsieht.»

Als Beispiel nennt die Tiefbauvorsteherin ein Projekt an der Manessestrasse – Stauffacherquai. Dort ist ab 2027 eine durchgehende Veloverbindung samt 100 neuer Abstellplätze fürs Zweirad vorgesehen. Dazu sollen zur Hitzeminderung 40 zusätzliche Bäume gepflanzt sowie auch Person zu Fuss mehr Platz eingeräumt werden.

Velovorzugsrouten sollen zügig umgesetzt werden

«Wir arbeiten auch mit Hochdruck an Verbesserungen für Velofahrer und Velofahrerinnen, etwa im Rahmen unsere Bauprojekte», betont Simone Rangosch, die Direktorin des Tiefbauamts. «Im Frühjahr kann zudem die erste Velovorzugsroute von Altstetten in den Kreis 4 eröffnet werden. Um die Veloinfrastruktur zu verbessern, werden wir dieses Jahr zusätzlich über 50 Sofortmassnahmen umsetzen.»

Vor allem mit den Velovorzugsrouten soll es zügig weiter gehen. 2023 werden die Vorzugsrouten Wollishofen, Oerlikon bis Riesbach, die Industrietangente sowie in Aussersihl die Route vom Bullingerplatz bis See und von Altstetten bis zum HB öffentlich ausgeschrieben.

Wann die bereits geplanten Velovorzugsrouten in Höngg, Schwamendingen und Affoltern-Oerlikon eröffnet werden können, ist nach wie vor unklar, da Einspruch gegen die Planung erhoben wurde.

Mehr zum Thema: 2023 ist die erste Velovorzugsroute fertig

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