Zähes Leichtgewicht

Die Tubeless-Technologie kommt heute an immer mehr Velorädern zum Einsatz. Trotzdem ist der klassische Veloschlauch nicht tot. Aus Deutschland kommen nun besonders leichte Schläuche, die gleichzeitig hohe Pannensicherheit bieten sollen.

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News, 09.10.2020

Der deutsche Hersteller Schwalbe bringt mit einem neu entwickelten Veloschlauch zwei scheinbare Gegensätze zusammen: minimales Gewicht und maximaler Pannenschutz. Und dies bei optimalen Rollwiderstand.
Möglich machen soll das ein Material, das die Entwickler «Aerothan» genannt haben.

Es besteht aus einem thermoplastischen Polyurethan. Selbst das Ventil ist aus diesem Material gefertigt. Der «Aerothan»-Schlauch sei nicht nur leicht – 41 Gramm bringt er auf die Waage –, sondern auch widerstandsfähiger als herkömmliche Veloschläuche, heisst es bei Schwalbe.

«Über fünf Jahre lang haben wir das Material in Zusammenarbeit mit dem Chemiekonzern BASF bis ins kleinste Detail perfektioniert und sind dabei völlig neue Wege gegangen», erläutert Produktmanager Felix Schäfermeier.

Schwalbe Aerothan SchlauchDie neuartigen Schläuche kommen in passenden Dimensionen für Mountainbikes, Rennvelos und Trekkingräder.

Schwalbe schwärmt auf seiner Webseite von der Eigenentwicklung. Das neuartige Material überzeuge «mit herausragenden physikalischen Eigenschaften». Und: Es sei vollständig wiederverwertbar. Die gebrauchten Schläuche könnten aufbereitet und anschliessend als Dichtung oder Dämmmaterial genutzt werden.

Auch was die Sicherheit betrifft, biete der neue Schlauch Vorteile. «Aerothan»-Schläuche würden nicht schlagartig platzen, heisst es in einer Pressemitteilung von Schwalbe. Bei einem Defekt entweiche die Luft nur langsam und der Schlauch bleibe selbst bei sehr niedrigem Luftdruck formstabil.

Der neuartige Veloschlauch hat allerdings seinen Preis. Mit rund 30 Franken kostet er gut das Dreifache eines herkömmlichen Modells aus Butyl.
 

Fotos: ZVG

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