Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
News,
Sport,
13.07.2021
Das Zuricrit erblickte vor drei Jahren das Licht der Welt. Nun geht das Fixie-Rennen in der Stadt Zürich in die dritte Runde. Und das gleich doppelt.
Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
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13.07.2021
Samantha Fox, Pratt Racing Team, USA, führt den Frauenfinal des Zuricrit 2019 an. (Foto: Drew Kaplan)
Als Kriterium wird im Radsport ein Rennen bezeichnet, das in der Regel auf einem Rundkurs stattfindet. Genauso verhält es sich mit dem Zuricrit. Im Unterschied zu normalen Kriterium-Rennen gibt es aber einen feinen, sehr entscheidenden Unterschied. Anstatt auf normalen Rennrädern fahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Fixed-Gear-Bikes, Velos mit Starrlauf und ohne Bremsen, wie sie sonst auf der Bahn im Einsatz sind.
«Auf einem kurvenreichen, technisch anspruchsvollen, etwa einen Kilometer langen Rundkurs braut sich ein für die Zuschauer übersichtliches Spektakel zusammen», heisst es auf der Webseite des Zuricrit. Brennende Schenkel, leidende Gesichter, top Speed, Gewinnerinnen und Verlierer; das Rennen beinhalte alles, was den Radsport ausmache.
«Bei uns ist das Frauenrennen zur Primetime, direkt vor der grossen Podiumszeremonie. Und für Frauen und Männer gibt es gleiches Preisgeld.»
Adrien Merkt, Zuricrit-OK
Die ersten zwei Zuricrit-Rennen in den Jahren 2018 und 2019 kamen beim Publikum und den Teilnehmenden gleichermassen gut an. Am Samstag, 17. Juli, geht das Rennformat in der Stadt Zürich in die dritte Runde. Die Organisatoren verwandeln die Hardturmstadion-Brache in einen Rennzirkus. Die Strecke führt über den Hardturmplatz. Auf ihren Runden verlassen die Fahrerinnen und Fahrer zudem das Areal, was für mehr Dramatik und Rennaction sorgen soll.
Nur einen Monat später verwandelt das Zuricrit die Limmatstadt erneut zum Rennmekka. Am 21. August messen sich die Athletinnen und Athleten auf einem Rundkurs im Zürcher Sihlfeld und damit Mitten im hippen Stadtkreis vier. Auf der Brache wie auch im Sihlfeld warten neben den Rennen auch Verpflegungsstände auf das Publikum. Den Organisatoren ist es ein Anliegen, mit dem Zuricrit einen Anlass auf die Beine zu stellen, der sowohl für die Rennfahrerinnen als auch für die Zuschauer attraktiv ist.
Das erste Zuricrit, ein Fixie-Rennen auf abgesperrtem Rundkurs, fand Mitte August 2018 auf dem Gaswerk-Areal in Schlieren statt.
Zum dritten Zuricrit am kommenden Samstag werden etwa 60 bis 70 Teilnehmende erwartet. Beim Starterfeld handle es sich um eine Mischung aus Halbprofis und Velokurierinnen aus ganz Europa, sagt Adrien Merkt. Merkt weiss, worauf es bei Fixed-Gear-Rennen ankommt. Beim international bekannten «Red Hook Criterium» in Mailand fuhr er im Final unter die ersten 20.
Nun ist er Teil des Organisationskomitees und kümmert sich hinter den Kulissen um das Rennen. Gegenüber Velojournal bringt Adrien Merkt einen Punkt zur Sprache, der das Zuricrit von vielen anderen Velorennen unterscheidet.
«Viele Rennorganisatoren beschweren sich, dass es zu schwierig und zu teuer ist, gleichwertige Frauenrennen zu organisieren.»
Diese Haltung fände das OK des Zuricrit «etwas schwach». Darum wolle man mit gutem Vorbild vorausgehen. Was das bedeutet, fasst Merkt wie folgt zusammen: «Bei uns ist das Frauenrennen zur Primetime, direkt vor der grossen Podiumszeremonie. Und für Frauen und Männer gibt es gleiches Preisgeld.»

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