Publibike wird teurer

Der Bikesharing-Anbieter Publibike passt per 29. Juni die Preise an. Einzelfahrten werden teurer und zwei bisherige Abotypen wurden gestrichen.

Fabian Baumann, Redaktor

Fabian Baumann, Redaktor (fabian.baumann@velojournal.ch)
News, 29.06.2022

Die Leihvelos von Publibike sind in der ganzen Schweiz erhältlich. Der Bikesharing-Anbieter betreibt ein Netz mit insgesamt 620 Stationen und 5300 Sharingbikes in 35 Schweizer Gemeinden. Gemäss eigenen Angaben wird das Angebot von rund 190'000 Personen in der Schweiz genutzt.

Preisanpassungen

Nun müssen sich die Nutzerinnen und Nutzer auf neue Preise einstellen. Publibike führt per 29. Juni 2022 ein neues Preismodell für Privatkunden ein. Ab sofort kostet eine Fahrt (die ersten 30 Minuten) mit dem Velo Fr. 3.50 anstatt Fr. 2.90. Die Kosten für Fahrten mit E-Bikes steigen von Fr. 4.90 auf Fr. 5.50.

Zudem hat Publibike auch die maximalen Preise für das Ausleihen erhöht. Der Höchsttarif für ein normales Velo steigt um vier Franken auf neu Fr. 24.– für 24 Stunden. Das Ausleihen eines Elektrovelos kostet neu maximal Fr. 48.– statt wie bisher Fr. 40.– am Tag.

Angepasst hat der Bikesharing-Anbieter auch die Tarifstruktur bei den verfügbaren Abo-Modellen. So wurden die «B-Flex»- und «B-More»-Abos von Publibike gestrichen. Laufende Abos bleiben bis Ende der Laufzeit gültig, können danach aber nicht mehr erneuert werden.

Weiterhin verfügbar ist der «B-Fit»-Tarif. Jahresgebühr und Grundtarife bleiben hier unverändert, teilt Publibike mit. Hingegen wurde der maximale Tarif für eine Ausleihdauer von 24 Stunden – wie eingangs erwähnt – erhöht.

Publibike ist defizitär

Publibike begründet die Preisanpassungen mit der Tatsache, dass der Betrieb des Bikesharingnetzes bislang defizitär sei. «Die Unterhaltskosten der hochwertigen Velos sowie der ständige Batteriewechsel bei den E-Bikes verursachen Kosten, die ohne diese Preisanpassungen nicht gedeckt werden können», teilt das Unternehmen in einem Schreiben an Kunden mit.

Neue Besitzer am Ruder

Das ursprünglich zu Postauto und damit zur Schweizer Post gehörende Bikesharing-Unternehmen hat Anfang Jahr den Besitz gewechselt. Es kam zu einem Management-Buy-out.

CEO Markus Bacher konnte dafür auf die Unterstützung des IT-Unternehmers Guido Honegger, Gründer von agri.ch und green.ch sowie auf jene des Berner Velo-Unternehmers Thomas Binggeli zählen. Binggeli ist Gründer der Bikemarke Thömus und war bis 2021 auch am Schweizer E-Bike Hersteller Stromer beteiligt.

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