Porsche setzt auf E-Bikes

Immer mehr Autohersteller steigen ins Geschäft mit E-Bikes ein. Jüngstes Beispiel ist der deutsche Sportwagenbauer Porsche, der sich mit zwei Joint Ventures strategisch positioniert.

Laurens van Rooijen, Autor

Laurens van Rooijen, Autor (lvr@gmx.ch)
News, 22.02.2022

Die eindrücklichen Wachstumsraten im E-Bike-Segment entgehen auch branchenfremden Investoren nicht. Und diese suchen den Zugang zum attraktiven Markt entweder mittels einer Beteiligung an oder der Übernahme von bestehenden Anbietern.

Porsche hat in dieser Hinsicht bereits mehrfach von sich reden gemacht: Zuerst übernahmen die Zuffenhausener mit dem kroatischen Supersportwagen-Bauer Rimac Automobili auch gleich dessen Tochterunternehmer Greyp. Dieses hat sich vor allem mit der innovativen Software und App für die eigenen E-Bikes einen Namen gemacht.

Dann folgte der Einstieg beim Münchner Antriebshersteller Fazua, bekannt als Spezialist für leichte Hilfsantriebe. Zudem hat Porsche zusammen mit Storck Bicycles die E-Bike-Marke Cyklaer lanciert.

Doch damit nicht genug: Nun gibt Porsche eine strategische Partnerschaft mit der niederländischen Ponooc Investment BV bekannt. Die Ponooc Investment BV ist Teil der PON Holdings BV als dem seit kurzem umsatzstärksten Velohersteller der Welt und konzentriert sich auf nachhaltige Energie- und Mobilitätslösungen.

Porsche plant mit Ponooc zwei Joint Ventures, die im Bereich der Elektromobilität tätig sein werden. Das erste Joint Venture soll eine künftige Generation von hochwertigen Porsche-E-Bikes entwickeln, herstellen und vertreiben. Das zweite Unternehmen wird sich auf technologische Lösungen für den schnell wachsenden Markt der Mikromobilität konzentrieren.

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