Modisch auf dem Velo

Die aktuelle Hosenmode ist weniger velotauglich als die jahrelang moderne Röhrenjeans. Wir zeigen, was Sie tun können, damit sich das modische Bein nicht zwischen Kette und Ritzel verheddert.

Julie Nielsen, Redaktorin (julie.nielsen@velojournal.ch)
Ratgeber, 08.06.2023

Die enganliegenden Röhrenjeans sind passé. Modebewusste Personen tragen jetzt hochgeschnittene Hosen mit weitem Bein. Von Bootcut-Jeans über flatternde, plissierte Hosenröcke bis zu Baggypants ist zurzeit alles möglich.

Nur auf dem Velo sind die modernen Schnitte unpraktisch. Velojournal zeigt Tipps und Tricks, wie Hosen velotauglich werden.

Es gibt diverse Accessoires für das Hosenbein, die sich über die Jahre bewährt haben. Dazu zählen etwa die bekannten metallenen Spangen, die man sich um die Fesseln klemmen kann oder Schnappbänder.

Der Nachteil: Diese Accessoires funktionieren nur bei wenig ausladenden Hosen, die bis zum Knöchel reichen. Und man muss sie immer dabeihaben. Bei weiteren Hosenbeinen quillt der Stoff über die Spange und kann sich trotzdem in der Kette oder dem Kettenblatt verheddern.

Gummizug mit Kordelstopper für gerades Bein

Mit einem Gummizug mit Kordelstopper kann die Lieblingshose ganz einfach in eine Fahrradhose verwandelt werden.

Und zwar so: Bei der Seitennaht innen am Saum vorsichtig links und rechts der Naht zwei Schlitze in den Saumumschlag schneiden. Damit die Schnittkanten nicht ausfransen, mit engen Überwendlingsstichen oder Knopflochstichen versäubern.

Wer über Grundkenntnisse an der Nähmaschine verfügt, kann auch einen Teil des Saums lösen und links und rechts der Naht je eine Öse am Saumumschlag anbringen.

Anschliessend Gummiband durch den so entstandenen Tunnel ziehen, Kordelstopper mit Perle auffädeln und Gummiband zusammennähen. Das Gummiband sollte in der Länge passend zur Saumweite sein. Für die Velofahrt wird der Saum einfach angezogen und schon liegt das Hosenbein an.

Als klassisches Accessoire eignen sich bei solchen Hosen Spangen oder Bänder.

Colorsnaps-Falte für weites Bein

Die sogenannten Colorsnaps sind nähfreie Druckknöpfe und in vielen verschiedenen Farben erhältlich. Bei einem weitgeschnittenen Hosenbein kann mit Colorsnaps eine Falte gelegt werden, die fest am Bein hält. Passend gewählt, fallen sie am Hosensaum kaum auf.

Dafür eine Falte so eng ums Bein legen, dass zwischen Bein und Hose noch zwei Finger Platz finden. Colorsnaps entsprechend platzieren und mit Zange an der Hose anbringen.

Anstelle von Colorsnaps können auch klassische Metalldruckknöpfe z. B. mit 13 mm Durchmesser angenäht werden.

Für weite Hosenbeine eignen sich auch Wäsche- oder Hosenklammern.

Hohe Stulpen für extra weite Säume

Bei sehr weiten und flatterigen Säumen gibt es leider keine «unsichtbare» Lösung. Je nach Weite kann das Hosenbein seitlich zusammengeknotet werden oder es braucht eine anliegende hohe Stulpe, die die Hose am Bein hält und verhindert, dass der weite Stoff die Kette streift oder ins Ritzel gelangen kann.

Hersteller wie Deuter oder Vaude haben solche Hosenschutz-Stulpen in ihrem Sortiment.

Am Velo

Grundsätzlich sollte das Velo zur Fahrerin passen. Wer mit Alltagskleidern unterwegs ist, braucht teilweise eine andere Ausstattung als jemand, der sich in Sportbekleidung in den Sattel schwingt.

Je nachdem ist es hilfreich, einen Ketten- und evtl. auch einen Kleiderschutz am Velo zu montieren, um die Hosen zu schützen und Unfälle zu verhindern.

Mit einem Riemenantrieb besteht zwar keine Gefahr, das Hosenbein mit Schmiere und Öl zu verschmutzen. Allerdings kann auch da der Stoff in den Antrieb geraten. Bei weiten Hosenschnitten ist also immer Vorsicht geboten.

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