Das Stadtparlament Zürich will die Situation für Velofahrende verbessern und fordert, dass Einbahnstrassen mit Tempo 30 künftig für Velos in beide Richtungen befahrbar sind. Das Parlament hat deshalb einen Vorstoss beim Stadtrat eingereicht.
In Zürich ist diese Praxis ohnehin schon auf vielen Quartierstrassen der Fall. Es gibt zahlreiche Einbahnstrassen mit Tempo 30, die von Velofahrenden in beiden Richtungen befahren werden dürfen. Andrea Freiermuth von Pro Velo Zürich meint dazu: «Das ist eine gute Sache, denn es erhöht die Flexibilität der Velofahrenden und verkürzt ihre Wege. Neu ist das ‘grundsätzlich’. Dass es künftig grundsätzlich immer so gehandhabt wird und man die Ausnahme von dieser Regel begründen muss, ist zu befürworten. Das vereinfacht sicher vieles.»
Der Stadtrat wird nun in einem Bericht darlegen, welche Einbahnstrassen für Velos in beide Richtungen geöffnet werden könnten.
«Das ist eine gute Sache, denn es erhöht die Flexibilität der Velofahrenden und verkürzt ihre Wege.»
Andrea Freiermuth, Pro Velo Zürich
Mit Temposenkung gegen Schleichverkehr
Abgesehen davon soll der Stadtrat Massnahmen ergreifen, um den Durchgangs- und Schleichverkehr aus den Quartieren zu verbannen. Denn eigentlich sieht der Richtplan vor, dass der Durchgangsverkehr auf übergeordneten Strassen durch die Stadt rollt. Die Realität sieht aber in vielen Quartieren anders aus. Quartierstrassen werden immer wieder als praktische Abkürzungen benutzt.
Um dies zu verhindern, sollen sie mehr in Tempo-30-, Tempo-20- und Begegnungszonen umgewandelt oder in einer Fahrtrichtung gesperrt werden. Bis anhin werden solche Massnahmen nicht systematisch ergriffen. Dies soll sich mit dem Vorstoss ändern.







