Fahrradpumpen im Test: Fahrspass auf Pump

In jedem Velokeller anzutreffen: die Velopumpe. Sieben Bar schaffen alle Produkte im Test. Unterschiede zeigen sich bei Benutzerfreundlichkeit und Langlebigkeit der Fuss-, Stand- und elektrischen Pumpen.

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Aline Künzler, Marius Graber
Test, 09.07.2024

Der Spass an der Velopumpe kommt meist erst beim Anrollen mit prallen Reifen. Die Oberarmbetätigung bereitet wohl kaum einer Zweiradliebhaberin besondere Freude. Wie das müssige Pumpen möglichst kurz und schmerzlos wird, zeigt der Produkttest in Kooperation mit dem «Kassensturz». Zehn schweizweit verkaufte Velo­pumpen, davon drei elektrische Handkompressoren, eine Fusspumpe und sechs Standpumpen, wurden im Labor und im Praxistest verglichen. 

Kurz …

Am schnellsten wird von Hand gepumpt. In unter einer Minute lässt sich mit jeder der getesteten Standpumpen ein Rennvelopneu von null auf sieben Bar pumpen. Mit den elektrischen Pumpen wie auch mit der Fusspumpe dauert dies bedeutend länger: Die elektrische «Minipumpe» von 4 smarts und die «Dream» von Fischer benötigen rund vier Minuten für dieselbe Leistung. Dabei wird die Pumpdauer Ersterer, wie bei allen E-Pumpen im Test, mit sinkendem Akkustand merklich länger. Nach knapp vier ­E-Bike-Pneus ist auch der grösste Akku, verbaut in der Xiaomi «Easy Pump», leer. Das anschliessende Aufladen der getesteten E-Pumpen dauert rund drei Stunden. 

Allzeit einsatzbereit sind hingegen Standpumpen, die aber auch nicht alle gleich schnell pumpen. Je hochwertiger die Materialien und die Verarbeitung des Produkts, desto effizienter pumpt es sich damit. So dauert ein Pumpvorgang mit der mit 8.50 Franken günstigsten Kunststoffpumpe von ­Landi im Schnitt 20 Prozent länger als mit dem aus Stahl gefertigten Testsieger «Rennkompressor» von SKS.

… und schmerzlos

Ob kurz oder lang, wenigstens bequem soll das Pumpen sein. Dabei sind Ergonomie und Stabilität der Pumpe entscheidend. Mit besonders guter Standsicherheit glänzen schwere Standpumpen mit breitem Fuss wie etwa die «Joe Blow Sport III» von Topeak. Als erstaunlich mühsam wurde die Bedienung der Fusspumpe empfunden. Für den Kraftimpuls des Fusses ist sie zu leicht gebaut und springt während des Pumpvorgangs vom Boden auf. 

Fahrradpumpen im Test:

Standpumpen

  • SKS «Rennkompressor»
  • Topeak «Joe Blow Sport III»
  • Lezyne «Alloy Floor Drive Tall»
  • California «Manometer Standpumpe»
  • B'twin «Fahrradpumpe»
  • Landi «Fahrradstandluftpumpe»

Elektrische Pumpen

  • Xiaomi «Air Compressor 15»
  • Bosch «Easy Pump»
  • 4smarts «Volt Pump»

Fusspumpe

  • Fischer «Dream»

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