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Auf der «Tour de Heimat» durch den Soonwald verbinden sich sportliche Herausforderung, unberührte Natur und historische Schauplätze zu einer abwechslungsreichen Entdeckungsfahrt.
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Du spürst den Druck deiner Hände auf dem Lenker, das leichte Zittern der Carbon-Gabel bei jeder Unebenheit des Asphalts. Vor dir, nur wenige Meter entfernt, fährt deine Begleitung in die nächste Kurve, ihr Rad neigt sich elegant in die Biegung, während die Sonne durch die hohen Baumkronen bricht und Lichtflecken auf den Asphalt wirft.
Du hältst die Linie, folgst ihrem Rhythmus – das Surren der Reifen auf dem rauen Teer ist das einzige Geräusch, das die Stille des Waldes zerschneidet. Dein Puls ist hoch, gleichzeitig fühlst du keine Erschöpfung – nur die pure Konzentration auf den Moment, die Strasse, den Wind.
Die Kurve öffnet sich, die nächste Gerade wartet und du trittst kraftvoll in die Pedale, um den Abstand wieder zu verringern. Um euch herum entfaltet sich der Naturpark Soonwald-Nahe, eine grüne Oase inmitten der Hochflächen und tief eingeschnittenen Bachtäler des Hunsrücks. Die Strasse schlängelt sich in sanften Serpentinen bergauf, eingerahmt von knorrigen Buchen und stillen Lichtungen.
Ihr seid unterwegs auf der Tour de Heimat durch den Soonwald, einer knapp 70 Kilometer langen Rennradroute durch die abwechslungsreiche Bike-Region Hunsrück-Nahe.
Mitten im Grünen lässt sich die Freiheit des Rennradfahrens spüren. (Foto: Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH)
Hier mitten im Hunsrück spürt ihr die pure Freiheit des Rennradfahrens – keine Ampeln, keine Hektik, nur endlose Natur und der rasante Rhythmus eurer Bewegungen. Gerade erst habt ihr die Burgruine Dill hinter euch gelassen, eine der ältesten Burganlagen im Hunsrück, die den Grafen von Sponheim seit dem 12. Jahrhundert als Stützpunkt zur Sicherung ihres Territoriums diente.
Der noch gut erkennbare Wohnturm ragt trutzig über die Fachwerkhäuser des kleinen Ortes hinaus und für einen kurzen Augenblick haben dich deine Gedanken weg von der Route in eine längst vergangene Zeit der Ritter und Burgfräulein getragen.
Der ehrfurchtgebietende Anblick der mächtigen Mauern hat einen bleibenden Eindruck bei dir hinterlassen und begleitet dich auch noch, während du nun mit gleichmässigem Tritt weiter über die Strasse gleitest. Deine Muskeln brennen vom leichten Anstieg, doch deine Vorstellung schweift bereits voraus: die nahegelegene Burgruine Koppenstein ist euer nächstes Ziel.
Vorab hattest du sie dir als 3D-Modell in einer App angesehen, bist virtuell vorbeigezogen an den verwitterten Mauern und hast den 16 Meter hohen Bergfried erkundet; jetzt wächst die Spannung, diesen geheimnisvollen Ort endlich in der Realität zu erleben. Beim Gedanken an die steile Rampe hinauf zur Ruine melden sich deine Beine zwar kurz zu Wort, doch die Aussicht wird jede Anstrengung wert sein – wenn ihr dort oben anhaltet, die alten Steine berührt und den weiten Blick über die geschwungenen Hügel des Hunsrücks werft!
Bis ihr die historische Landmarke erreicht, konzentrierst du dich aber wieder voll auf die Strasse und das letzte bisschen Adrenalin, das dich antreibt.
Der Fahrtwind zerrt an deinem Trikot, während die Landschaft in einem Rausch aus Farben an dir vorbeizieht – eine Strecke purer Kontraste: die Geschwindigkeit auf den kurvigen Abfahrten, die Stille an den historischen Orten und die Freude daran, beides in perfekter Harmonie zu erleben.

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