Eigentlich wollte der Vorstandsvorsitzende der Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft (ZEG), Georg Honkomp, im Juli mit drei seiner Söhne einfach eine Velotour unternehmen. Über vier Etappen sollte es auf Mountainbikes durchs Allgäu gehen. Als die vier die Bilder der Flutkatastrophe in Teilen Deutschlands erreichten, waren sie geschockt. So entstand die Idee, die Familienferien in einen Spendenmarathon umzufunktionieren.
Georg Honkomp beschloss, aus ZEG-Mitteln 100 Euro pro gefahrenen Kilometer der Tour zu spenden. Gleichzeitig rief das Unternehmen die angeschlossenen Velohändler, Lieferanten und Partner aus der Velobranche zum Mitmachen aus. Die Spendenaktion sollte 100'000 Euro erwirtschaften.
Das Geld soll Familien des hart von der Flut getroffenen Städtchens Bad Münstereifel zugutekommen. Die Wahl des Ortes geschah nicht zufällig. Die Stadt ist der Heimatort eines der Gründer der ZEG.
Am 20. August übergab Honkomp der Bürgermeisterin von Bad Münstereifel einen Scheck. Insgesamt 250'000 Euro hatte die Spendenaktion eingebracht. «Es erfüllt mich mit grosser Dankbarkeit, wie viele Mitgliedsbetriebe und Partner der ZEG wir mit unserem Spendenaufruf erreichet haben. Mein Dank gilt allen, die etwas zu diesem grossen Beitrag beigesteuert haben», freute sich Georg Honkomp.
Die ZEG ist die zweitgrösste Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft Europas. Der deutschen Genossenschaft sind mehr als 1000 Velohändler angeschlossen. Mit den beiden Marken Bulls und Kettler ist die ZEG auch in der Schweizer Velobranche verankert. Dazu kommt der E-Bike-Pionier Flyer, der im Sommer 2017 in den Besitz der Genossenschaft wechselte.







