Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
News,
06.06.2025
Hohe Lagerbestände scheinen auch für Canyon ein Problem zu sein. Der Mehrheitseigentümer des deutschen Veloherstellers hat darum den Wert seiner Beteiligung deutlich nach unten korrigiert.
Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
News,
06.06.2025
Die Lager vieler Velohersteller sind derzeit bis unter die Decke gefüllt. Gründe dafür sind ein falsches Einschätzen der Nachfrage und Probleme mit den Lieferketten – beides Nachwehen des Corona-Fahrradbooms.
Der hohe Lagerbestand bindet Kapital, das den Unternehmen nun für ihre Geschäftstätigkeit fehlt. Erschwerend kommt hinzu, dass das Lager kontinuierlich an Wert verliert, Velo, E-Bikes und Komponenten setzten Staub an.
Meldungen über Giant, Fox Factory oder Merida zeugen von den Problemen der Velobranche. Und nun hat es anscheinend auch Canyon beziehungsweise dessen Mehrheitseigentümer getroffen. Wie das Schweizer Branchenportal Cyclinfo berichtet, hat die Investmentgesellschaft Groupe Bruxelles Lambert (GBL) als Mehrheitseigentümerin von Canyon aufgrund der nach wie vor schwierigen Marktsituation eine deutliche Korrektur des Lager- und damit des Unternehmenswerts vorgenommen.
Ein Canyon-Unternehmenssprecher fügt gegenüber Velojournal folgendes an: «Die Bewertung von GBL beinhaltet eine Reduktion, die das schwierige Branchenumfeld und die aktuellen Marktbedingungen berücksichtigt, einschliesslich der Zinsentwicklung und erwarteter Auswirkungen von Zöllen sowie der aktuellen Finanzkennzahlen von Canyon. Mit Blick auf die Zukunft erwarten wir eine positive Entwicklung der Fahrradbranche sowie eine weiterhin starke Markenposition und fortschrittliche operative Performance von Canyon als führendem D2C-Anbieter, was sich im Laufe der Zeit positiv auf die Bewertung auswirken dürfte».
Volle Lagerhäuser und der Wertverlust der gelagerten Velos und E-Bikes machen Canyon zu schaffen und haben nun zu einer hohen Abschreibung geführt. (Foto: ZVG)
Cyclinfo beruft sich auf die niederländische Wirtschaftszeitung Het Financieele Dagblad. Demnach stieg GBL Ende 2020 mit einer Investition von 400 Millionen Euro zum Canyon-Mehrheitseigentümer auf. Im jüngsten Geschäftsbericht sei die Beteiligung aber nur noch mit einem Wert von 261 Millionen aufgeführt, was einer Abschreibung von rund 35 Prozent entspreche.
Der Wert von Canyon als Unternehmens dürfte sich somit von rund 800 Millionen auf 522 Millionen Euro reduziert haben. Gemäss dem Branchenportal hatte die niederländische Wirtschaftszeitung auch Einsicht in die Geschäftszahlen von Canyon. Gemäss Het Financieele Dagblad soll der deutsche Direktversender im Jahr 2023 einen Verlust von 14 Millionen Euro und 2024 einen Verlust von 38 Millionen Euro erwirtschaftet haben.
Update: 06.06.25, Artikel um ein Statement von Canyon ergänzt.

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