Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
16.11.2021
Vor mehr als zwei Jahren ist in einem Einfamilienhaus im Kanton Zürich Feuer ausgebrochen. Nun wurde klar: Brandursache ist die unzulässige Kombination von einem online gekauften E-Bike-Akku und einem Billig-Ladegerät.
Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
16.11.2021
Elektrovelo-Akkus erfordern ein hohes Mass an Aufmerksamkeit. Aufgrund der Stromstärke beim Aufladen und der hohen Energiedichte moderner Lithium-Ionen-Akkus besteht eine gewisse Feuergefahr. Velohersteller und Fahrradhändler raten deshalb, nur Original-Akkus und die dazu passenden Netzgeräte zu verwenden. Zudem entwickelt sich ein Markt für feuerfeste Schränke mit Aktiv-Löschsystem, in denen sich Akkus sicher aufbewahren lassen.
Was passieren kann, wenn Endverbraucher auf der Suche nach Schnäppchen den Akku und das Ladegerät bei verschiedenen Online-Shops kaufen, zeigt ein Fall aus dem Kanton Zürich.
Wenn man beim Ersatzakku Geld sparen möchte, sollte man einen Blick auf die technischen Eckdaten und zulässige Kombinationen werfen. (Foto: ZVG)
Vor etwas mehr als zwei Jahren brach in einem Einfamilienhaus im Kanton Zürich Feuer aus. Vor Kurzem hat sich die zuständige Staatsanwaltschaft mit dem Brand beschäftigt und ein Urteil gefällt. Der beschuldigte Haus- und E-Bike-Besitzer wurde der leichtfertigen Verursachung einer Feuersbrunst schuldig gesprochen und zur Zahlung einer Busse und weiterer Verfahrenskosten verknurrt.
Der Mann hatte sich für sein E-Bike online in Deutschland einen Akku eines niederländischen Drittanbieters und in England ein in China gefertigtes Ladeteil gekauft. Was der Mann weder wusste noch beachtete: Der Akku war auf eine Ladespannung von 12.6 Volt ausgelegt, während das Ladegerät mit 14.4 Volt arbeitete. Diese unpassende Kombination hatte prompt einen Brand mit erheblichem Sachschade zur Folge. Zusätzlich musste sich der Hausbesitzer nun auch vor Gericht verantworten.

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