Julie Nielsen,
Redaktorin
(julie.nielsen@velojournal.ch)
News,
14.01.2021
Der Velokleider-Hersteller Endura will seit Anfang 2020 jedes Jahr eine Million Bäume pflanzen, um seinen ökologischen Fussabdruck zu verringern. Nun verkündet das Schottische Unternehmen, noch grüner werden zu wollen.
Julie Nielsen,
Redaktorin
(julie.nielsen@velojournal.ch)
News,
14.01.2021
Der schottische Hersteller für Velobekleidung Endura arbeitet daran, seinen globalen Fussabdruck zu verringern. Einerseits durch das Pflanzen von einer Million Bäumen jährlich und umweltfreundlichen Herstellungs- und Lieferketten, andererseits durch PFC-freie Sportbekleidung und einen Reparaturservice.
Die Textilindustrie sorgt weltweit für hohe Kohlendioxidemissionen und beeinflusst damit die Umwelt. «Es gibt drei fundamentale Bereiche, die die Umwelt nachhaltig beeinflussen», erklärt Pamela Barclay, Mitgründerin und Markendirektorin von Endura. «Das Einfärben der Textilien, der Energieverbrauch der Produktionsstätten und der Produktlebenszyklus.» Laut Pressemitteilung kann das Unternehmen das Färben beeinflussen, indem es nur mit auf die Umwelt bedachten Fabriken zusammenarbeitet. Jedoch könne man die Energieinfrastruktur in China nicht ändern oder die Wiederverwertungsfrage von Bekleidungsstücken alleine lösen.
Endura setzt deshalb auf grüne Energieprojekte in China, erneuerbare Energien in den eigenen Produktions- und Lagerstätten und möchte – auf Stecken bei denen der Seeweg zulange dauert – von der Luftfracht auf den Schienenverkehr umsteigen. Insgesamt machen alle Vorgänge, die der direkten Kontrolle des Bekleidungsherstellers obliegen, rund 74% des gesamten CO2-Ausstosses der Sportbekleidung des Unternehmens aus. Die Verwendung der Kleider durch die Verbraucher, vor allem das Waschen der Bekleidung, trägt zu etwa 20% zur Umweltbelastung des Kleidungsstücks bei.

In Mosambik wurden mehr als eine Million Mangrovensetzlinge gepflanzt. (Foto: ZVG.)
Während eine starke Reduzierung der kontrollierbaren CO2-Emissionen weiterhin eine zentrale Rolle spielen wird, kann der globale Fussabdruck mit Hilfe der «One Million Trees»-Initiative viel schneller reduziert werden. Denn das Pflanzen von immer mehr Bäumen führt automatisch zu deren Vermehrung. Wie der schottische Bikewear-Anbieter Anfang 2021 mitteilt, war die Wiederaufforstung von Mangroven in Mosambik im vergangenen Jahr ein Erfolg.- Es hätten sogar 300‘000 Bäume mehr als die ursprünglich geplanten 1 Million Bäume gepflanzt werden können. Dieses Jahr soll zudem ein weiteres Aufforstungsprojekt Schottland unterstützt werden.
Weitere Informationen zur «One Million Tree»- Initiative können hier nachgelesen werden.

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