Auf Schweizer Strassen sterben weniger Menschen

Bei Verkehrsunfällen sind 2021 weniger Menschen getötet worden als im Jahr zuvor. Während sich die Velounfälle positiv entwickelten, geht der Trend bei den E-Bike-Unfällen weiterhin nach oben.

Fabian Baumann, Redaktor

Fabian Baumann, Redaktor (fabian.baumann@velojournal.ch)
News, 18.03.2022

Im Jahr 2021 wurden 200 Menschen bei einem Verkehrsunfall in der Schweiz getötet. Knapp 4000 Personen zogen sich bei Unfällen schwere Verletzungen zu. Das zeigt die aktuelle Statistik des Bundesamts für Strassen Astra.

Über alles betrachtet, entwickelt sich das Unfallgeschehen positiv. Der Verkehr fordert weniger Todesopfer als noch vor einigen Jahren. Dennoch verlieren nach wie vor zu viele vulnerable Verkehrsteilnehmende – Fussgängerinnen und Velofahrer – ihr Leben auf Schweizer Strassen.

Gemäss aktueller Unfallstatistik wurden im vergangenen Jahr 37 zu Fuss gehende Personen bei einem Verkehrsunfall getötet: 14 Menschen davon wurden auf einem Fussgängerstreifen totgefahren.

Auf dem Velo wurden 2021 insgesamt 22 Menschen getötet und 819 schwer verletzt. Beide Werte liegen erfreulicherweise unter dem Vorjahr, allerdings geht der langjährige Trend bei den Schwerverletzen in die falsche Richtung: nach oben!

Die Astra-Statistik weist E-Bike-Unfälle seit mehreren Jahren separat aus. Hier zeigt der Trend ohne Unterbruch nach oben. Die Unfallzahlen steigen laufend an. 2021 verloren 17 Menschen bei Unfällen mit Elektrovelos ihr Leben, 531 Personen zogen sich gravierende Verletzungen zu. Besonders anfällig für Unfälle zeigt sich laut Astra die Alterskategorie der 65- bis 74-Jährigen. Gut jede fünfte schwer verletzte Person gehörte zu dieser Altersgruppe.

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