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Herrlich weisser Strand und sanfte Dünen machen nicht allein den Reiz von Usedom aus. Deutschlands zweitgrösste Insel bezaubert durch eine vielgestaltige Landschaft. Und hat speziell für Sportbegeisterte viel zu bieten.
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Die Insel Usedom im äussersten Nordosten Deutschlands in Mecklenburg-Vorpommern ist ein von der Eiszeit geformtes Refugium, das Naturliebhaber zu Entdeckertouren regelrecht verführt. Nur der schmale Peenestrom, das buchtenreiche Achterwasser und das Stettiner Haff trennen die Insel vom Festland. Gerade das Salzwasser des Meeres auf der einen Seite und das Süsswasser in Achterwasser, Stettiner Haff und den 14 Seen des Binnenlandes sorgen nicht nur für abwechslungsreiche Lebensräume, sondern auch für einen einzigartigen Kontrast.
Reetgedeckte Häuser, steinalte Backsteinkirchen und einladende Ortskerne runden das idyllische Bild des facettenreichen Naturparks ab. Er erstreckt sich auf einer Fläche von rund 590 Quadratkilometern – über die ganze Insel, die angrenzenden Gewässer und auf einem schmalen Streifen am Festland.
Immer wieder wechseln sich landschaftliche Stimmungen und Eindrücke ab. Eher flach zeigt sich die Insel im Nordwesten. Je näher man der deutsch-polnischen Grenze kommt, umso hügeliger wird es. In der «Usedomer Schweiz» befindet sich mit dem 69 Meter hohen Golm auch die höchste Erhebung der Insel. Das Eiland selbst steht grösstenteils unter Landschaftsschutz, und vor allem im Achterland liegen zahlreiche der 14 Naturschutzgebiete.
Standdistel, Fischotter, Rotbauchunke, Eisvogel, Graureiher, Weißstorch, Kranich, Biber und nicht zuletzt der Seeadler sind auf dem grünen Eiland am Meer heimisch. Kenner wissen, dass es der Natur dort gut geht, wo sich gerade diese geschützten Greifvögel wohl fühlen.
Einst nahezu ausgestorben, haben sich die Seeadler auf Usedom wieder prächtig vermehrt. Rund 30 Paare brüten jedes Jahr im gleichnamigen Naturpark, und im Durchschnitt haben die seltenen Vögel zweifachen Nachwuchs. Die Sonneninsel entwickelte sich damit zu einer beliebten Kinderstube der scheuen Jäger, die mit majestätischer Eleganz auf bis zu 2,90 Meter breiten Schwingen durch die Lüfte schweben.
Überhaupt zählt Usedom zu den vogelreichsten Gegenden in Norddeutschland: mit rund 280 beobachteten Vogelarten. 150 davon brüten auch auf der Insel. Die meisten Arten lassen sich während des Vogelzuges beobachten. Dann steuern Zehntausende von nordischen Gänsen, Enten und Schnepfenvögeln die Landschaft im Mündungsgebiet der Oder an. Gönnen Sie sich die Ruhe und Zeit, um den natürlichen Inselreichtum zu erkunden.
Touren zu Fuss, im Velosattel oder mit einer oder zwei Pferdstärken im geruhsamen Tempo einer Kutsche seien dafür empfohlen, abseits des geschäftigen Lebens in den Seebädern.
Landschaftliche Schönheiten setzen sich sogar länderübergreifend fort, denn rund 91 Quadratkilometer der Insel liegen seit 1945 auf polnischem Boden. Eine Barriere allerdings spürt der Besucher kaum. Wege und Strassen führen schrankenlos ins Nachbarland weiter.
Rund 42 Kilometer lang und bis zu 70 Meter breit ist der feine, weisse Sandstrand Usedoms. Er erstreckt sich von Peenemünde im Nordwesten bis nach Swinemünde im Südosten der Sonneninsel und bietet ideale Bedingungen für lange Strandtage. Fast 2000 Sonnenstunden verwöhnen die Insel im Jahr und sorgen für milde Wassertemperaturen.
Die Einstiege an der Küste sind oft so flach, dass auch Kinder unbeschwert planschen dürfen. Ein echter Geheimtipp ist übrigens das Baden am Achterwasser. Kleine Buchten und Badestellen, versteckt im Schilf, oder ein schattiges Plätzchen unter Bäumen – gönnen Sie sich Abgeschiedenheit und Ruhe bei einer Pause während der Velotour.
Unternehmungslustige und bewegungsfreudige Aktivurlauber finden auf Usedom reichlich Gelegenheit, sich an der frischen Luft zu bewegen. Der 42 Kilometer lange Sandstrand, die mit prächtigen Villen gesäumten Promenaden und die hügelige Landschaft im Hinterland bieten dazu die perfekte Kulisse. Wanderer, Nordic Walker und Jogger entdecken die Insel auf einer reichhaltigen Auswahl an Wanderwegen.
Auf Usedom können Sie aus 400 Kilometern Rund- und Streckenwegenetz Ihre Lieblingstour auswählen. Ob kurz (5km), mittel (7,5km) oder lang (ab 7,5km): Der Wanderlust sind auf Usedom keine Grenzen gesetzt. Ebenso wenig wie den Eindrücken, die am Wegesrand auf Sie warten: Tiefblaue Seen, auf denen die Sonnenstrahlen tanzen. Idyllische Fischerdörfer und historische Schauplätze, sattgrüne Wälder und eine seltene Flora und Fauna.
Ebenso viel Spass macht es, die Insel auf dem 200 Kilometer langen Wegenetz mit dem Velo zu erkunden. Erkunden Sie dabei jeden wunderschönen Winkel Usedoms. Lassen Sie sich beim Pedalieren die frische Brise um die Nase wehen. Die einmaligen Landschaften versprechen viel Abwechslung. Ob ganz gemütlich mit Kindern oder sportlich – Usedom hält Velotouren für jedes Schwierigkeitslevel bereit. Und wer mag, springt zur Abkühlung in die Ostsee oder ins Achterwasser.
Das Besondere dabei: Usedoms Radwege steigen nur leicht an. Da müssen Sie maximal 60 Höhenmeter überwinden. Manchmal sorgt vielleicht ein kräftiger Gegenwind dafür, dass Sie etwas sportlicher in die Pedale treten müssen. Doch die kleine Anstrengung lohnt sich: Usedom hat so viel Schönes zu bieten! Vorbei an alten Windmühlen, an imposanten Bädervillen und charmanten Fischersiedlungen – mit dem Velo erreichen Sie fast alle Sehenswürdigkeiten der Insel. Auf thematischen Touren lernen die Velofahrenden die «Usedomer Traditionen» kennen, besichtigen die schönsten Gärten, entdecken die Halbinsel Gnitz, das Naturschutzgebiet Wockninsee und den Peenemünder Haken.
Das «Gold des Meeres» ist im Ostseeraum weit verbreitet. Wer aufmerksam den Strand absucht und Glück hat, findet die angespülten Schmucksteine aus fossilem Harz. Meist goldgelb glänzend, können sie klar bis undurchsichtig erscheinen. Einmal im Jahr ist den begehrten Raritäten sogar eine Bernsteinwoche auf Usedom gewidmet. Zempin, Koserow, Loddin/Kölpinsee und Ückeritz bereiten dafür ein Programm mit Bernsteinschleifen, Schatzsuche, Wanderungen und vielem mehr vor.
Das Besucher- und Informationszentrum des Naturparks ist im ehemaligen Bahnhof der Inselstadt eingerichtet. Mit Hilfe moderner Multimediatechnik erhalten Sie Einblick in den Naturraum auf Usedom. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine 23-minütige Ton-Dia-Schau über die Schönheiten und Besonderheiten der Insellandschaft. Das Haus ist zugleich Veranstaltungsort sowie ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge und Touren.
Auf geführten Wanderungen, Radrundfahrten oder Erlebnistouren entdecken Sie die natürliche Seite Usedoms. Viele Ausflüge entlang der Küste oder ins Achterland starten an den Kurverwaltungen und Gäste-Informationen der Inselorte. Auch thematische Führungen, etwa zum Thema Bernstein, werden angeboten. Ein Blick in den Veranstaltungskalender lohnt sich mit Sicherheit.
Ein Geheimtipp vor den Toren von Usedom ist das Peenetal. Nicht weit von den weissen Sandstränden entfernt, empfiehlt sich die wilde, fast unberührte Flusslandschaft für einen Tagesausflug. Auf individuellen oder geführten Erlebnistouren erleben Sie ganzjährig per Solarkatamaran, Kanu, zu Fuss, per Rad oder auch im Hausboot das preisgekrönte Flusstal. Moor- und Kranichwanderungen locken ebenso wie abendliche Dämmerungstouren zu Seeadler, Eisvogel, Biber & Co.
Intakte Natur hautnah erleben: Auf ungewöhnlichen Wegen lernen Sie die Gegend an der Pommerschen Bucht, die Inseln Usedom und Wollin oder das angrenzende Festland kennen. Abseits der touristischen Hauptrouten geht es in einem Landrover auf Tour durch ursprüngliche Landschaften. Auf den abenteuerlichen Expeditionen zeigen sachkundige Reiseführer versteckte Ecken einer vielschichtigen Tier- und Pflanzenwelt.
Unter dem Titel «Strandgut» erfahren Sie viel Wissenswertes, etwa über Muscheln und Bernstein. Informationstafeln, Anschauungsmaterial sowie eine umfangreiche Präsentation von Seevögeln geben einen Überblick über die Tierwelt der Insel und dort geschützte Lebensräume. Speziell den Mooren ist dabei ein Ausstellungsbereich gewidmet. Auch ein Insektenhotel und ein Diorama vom Naturschutzgebiet «Peenemünder Haken» gibt es zu bestaunen.

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