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17.05.2022
Viele Unternehmen haben die Vorteile der E-Lastenvelos noch nicht erkannt. Förderprogramme wie jene der Albert Koechlin Stiftung möchten den Umstieg für das Gewerbe erleichtern.
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17.05.2022
Lastenvelos prägen das Verkehrsbild immer stärker mit. Sie werden von immer mehr Menschen für immer mehr Transporte eingesetzt. Vor allem bei privaten Verkehrsteilnehmenden haben sie sich mittlerweile einen Namen gemacht als nicht nur nachhaltige, sondern auch praktische Transport- und Mobilitätsform. Im Gegensatz zum MIV kennen sie weder Stau noch Parkprobleme. Und jeder darf sie fahren.
Im Wirtschaftsverkehr kommen E-Lastenvelos bislang aber nur sporadisch zum Einsatz. Einzelne Branchen – etwa Velokuriere – wissen um die Vorteile der Cargobikes. Andere nutzen sie, weil sie gut ins Image passen.
Aber die meisten KMUs setzen weiterhin auf Autos und Lieferwagen für die gewerbliche Nutzung oder den Warentransport. Dabei haben Projekte wie «Mir sattlä um» von der Stadt Bern längst gezeigt, dass das Cargobike auch für betriebliche Fahrten eine Alternative zum Firmenauto sein kann und sich in vielen Fällen als solche bewährt.
Bei Fahrten im innerstädtischen Bereich bis zu drei Kilometer Distanz ist das (E-)Lastenvelo nachweislich schneller als ein Auto oder Lieferwagen und eignet sich trotzdem zum Transport von bis zu 100 Kilogramm.
Die Albert Koechlin Stiftung (AKS) möchte helfen, diese Lücke zu schliessen und setzt auf den letzten Anreiz, wenn alles andere nichts mehr nützt: den finanziellen. Die Stiftung möchte mit dem Programm «clever unterwegs» dem E-Cargobike «zum Durchbruch verhelfen».
Ihr Angebot, 60 Prozent der Anschaffungskosten zu übernehmen, soll KMUs den letzten Schupf für den Umstieg geben. Interessierte Betriebe könnten sich ab sofort auf der Webseite der Stiftung für einen Förderbetrag bewerben.
Das Angebotsfenster sei so lange offen, bis alle zur Verfügung stehenden Lastenvelos weg seien, schreibt die AKS in einer Medienmitteilung.
Es bleibt die Frage, ob solche Angebote auch Firmen dazu motivieren, den MIV als vermeintlich alternativlose Mobilitätsform zu hinterfragen. Den finanziellen Anreiz dazu gibt es – angesichts der teuren Autoinfrastruktur – nämlich auch ohne Förderprogramme.
Trotzdem: Von den Angeboten können auch kleine Betriebe profitieren, die sich weder Auto noch E-Cargobike leisten können. Dem populären Autokauf wird eine attraktive Alternative entgegengesetzt.

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