Aline Nusshold,
Autorin
(aline.kuenzler@velojournal.ch)
News,
03.08.2026
Mit einem Postulat fordert die Juso Schaffhausen ein Konzept für den Veloverkehr in der Altstadt. Dies soll Konflikte zwischen Velofahrenden, Fussgängerinnen und Gewerbe reduzieren und Verbesserungen aufzeigen.
Aline Nusshold,
Autorin
(aline.kuenzler@velojournal.ch)
News,
03.08.2026
In der Rheinstadt soll es künftig weniger Nutzungskonflikte geben. (Bild: Switzerland Tourism | Christian Meixner)
Konkret fordert die Juso eine Bestandsaufnahme sämtlicher Veloabstellplätze inklusive Velostationen sowie eine Analyse ihres Auslastungs- und Ausbaupotenzials. Zudem sollen Möglichkeiten für überdachte oder abschliessbare Mietplätze geprüft werden. Hintergrund ist, dass viele Altstadtliegenschaften über keine geeigneten Veloräume verfügen und Anwohnende deshalb auf öffentliche Abstellplätze angewiesen sind.
Ein weiterer Schwerpunkt des Vorstosses betrifft die Durchquerung der Altstadt. Die Juso regt an, die heutige Regelung der Fussgängerzone zu überprüfen und die Signalisation verständlicher zu gestalten. «In der Altstadt herrscht ein buntes Hin- und Herfahren», wie es im Postulatstext vom 24. Juli heisst. Dies führe zwangsläufig zu Nutzungskonflikten auf den Parkflächen. Daher soll auch geprüft werden, ob die bestehende Zonenvignette für Anwohnende , die heute für den motorisierten Verkehr gilt, künftig auch auf Velos ausgeweitet werden kann.
Mit ihrem Vorstoss knüpft die Partei an die laufende Diskussion über den Veloverkehr in Schaffhausen an. Die Stadt verfolgt mit ihrem Gesamtverkehrskonzept das Ziel, den Veloverkehr zu fördern und arbeitet an einem lückenlosen Velonetz. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem Velostreifen verbreitert, Einbahnstrassen für den Veloverkehr geöffnet, das Rechtsabbiegen bei Rot an ausgewählten Kreuzungen eingeführt und zusätzliche Veloabstellplätze geschaffen. Gleichzeitig bestehen insbesondere bei durchgehenden Verbindungen und in der Altstadt weiterhin Schwachstellen.
Zusätzlichen Schub erhielt die Debatte im vergangenen Jahr mit der Lancierung der Veloinitiative für Schaffhausen und Neuhausen. Der Stadtrat im Frühling angekündigt, einen Gegenvorschlag zur städtischen Veloinitiative auszuarbeiten. Dieser soll ebenfalls ein sicheres und zusammenhängendes Velowegnetz zum Ziel haben.
In der Begründung verweist die Juso auf die steigende Bedeutung des Veloverkehrs in Schaffhausen. Neben Pendlerinnen und Pendlern sowie Anwohnenden seien auch Touristinnen und Touristen auf der internationalen Rhein-Route regelmässig mit dem Velo durch die Altstadt unterwegs. Gerade in den Sommermonaten führe dies vermehrt zu Nutzungskonflikten, die aus Sicht der Partei mit einem übergeordneten Konzept angegangen werden sollen.

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